Wie gut sind die Websites der Rathäuser in Mittelfranken?
Ich habe die offiziellen Websites aller 210 Städte und Gemeinden Mittelfrankens technisch geprüft: auf Ladezeit und Technik, auf Barrierefreiheit, auf den digitalen Bürgerservice und darauf, wie gut Suchmaschinen und KI-Assistenten die Seiten überhaupt lesen können.
Das Ergebnis ist eine Bestandsaufnahme, kein Ranking-Pranger: eine solide Basis, überraschend starke Vorbilder aus kleinen Gemeinden und an einigen Stellen viel ungenutztes Potenzial, das sich mit wenig Aufwand heben lässt.
Warum ich den Atlas gebaut habe, erzähle ich im Blog: Barrierefreiheit beginnt beim Rathaus →
Alle 210 Gemeinden im Überblick
Klicken Sie auf eine Gemeinde oder suchen Sie Ihren Ort. Die Einfärbung zeigt die Punkte im gewählten Bereich – von hell (weniger Punkte) bis dunkel (mehr Punkte).
Sechs Beobachtungen aus den Daten
Eine solide Basis
Im Schnitt erreichen die Websites 65,0 von 100 Punkten, der Median liegt bei 66,5. Fast alle Seiten sind verschlüsselt (99 Prozent) und für Mobilgeräte ausgelegt. Die Unterschiede entstehen nicht bei den Grundlagen, sondern bei Service und Auffindbarkeit.
Vorbilder in jedem Landkreis
61 Gemeinden kommen auf 70 Punkte und mehr. Auffällig: Ganz vorne stehen überwiegend kleinere Gemeinden – große Verwaltungen sind nicht automatisch digitaler. Den höchsten Wert erreicht Lehrberg mit 87,4 Punkten.
Barrierefreiheit: zwei Drittel sind sichtbar dran
132 von 210 Websites verlinken eine Erklärung zur Barrierefreiheit direkt auf der Startseite. Angebote in Leichter Sprache (17) und Gebärdensprache (25) sind bisher die Ausnahme – hier liegt der größte Nachholbedarf.
Bürgerservice kommt an die Oberfläche
150 Gemeinden führen von der Startseite direkt zu Online-Diensten, 70 verlinken BayernID oder BayernPortal. Eine Online-Terminvereinbarung bieten 43 Gemeinden an, einen Chatbot 17 – und der steht meist im Landkreis, nicht in der Großstadt.
Der größte ungenutzte Hebel
Nur 52 Websites liefern strukturierte Daten nach schema.org, mit denen Suchmaschinen Öffnungszeiten, Adresse und Zuständigkeiten sicher erfassen. Drei Gemeinden kennzeichnen sich dabei ausdrücklich als Behörde. Das ist Fleißarbeit von wenigen Stunden mit großer Wirkung.
Neu im Blick: die KI-Lesbarkeit
Lighthouse bewertet seit Kurzem, wie gut eine Seite für KI-Assistenten nutzbar ist – im Schnitt 49 von 100 Punkten. 4 Gemeinden haben bereits eine llms.txt hinterlegt. Bei 4 Gemeinden sperrt die robots.txt KI-Dienste aus; alle vier nutzen dasselbe Redaktionssystem, es dürfte sich um eine Voreinstellung handeln.
Gemeinden mit den meisten Punkten
| Gemeinde | Landkreis | Einwohner | Punkte | Technik | Barrierefrei | Service | KI-Sicht. |
|---|
Durchschnitt je Landkreis
Den höchsten Durchschnitt erreichen die Gemeinden im Kreisfreie Stadt Erlangen mit 78,9 Punkten. Die kreisfreien Städte sind als Einzelwerte eingetragen.
Daten, Karte und Methodik
Alle Ergebnisse stehen unter der Lizenz CC BY 4.0 zur freien Verwendung – auch redaktionell und kommerziell. Bitte als Quelle angeben: „Digital-Atlas Mittelfranken 2026, Stephan Zabel GmbH“.
Der Datensatz enthält für jede Gemeinde die Punkte in allen vier Bereichen, sämtliche geprüften Merkmale, die Lighthouse-Werte, das Prüfdatum und die geprüfte Adresse – alphabetisch sortiert, ohne Rangfolge.
Pressefotos
Zwei Fotos von Stephan Zabel, dem Autor des Digital-Atlas, für Ihre Berichterstattung – honorarfrei bei Nennung des Bildnachweises „Foto: Stephan Zabel GmbH“.

Stephan Zabel, Autor des Digital-Atlas Mittelfranken, an seinem Arbeitsplatz in Nürnberg.

Stephan Zabel erklärt die Karte: 210 Gemeinden, vier Bewertungsbereiche, ein Punktwert.
Wie gemessen wurde
Grundlage sind die offiziellen Websites aller 210 Städte und Gemeinden des Regierungsbezirks Mittelfranken. Jede Startseite wurde am 2. September 2026 automatisiert geprüft: einmal mit Google Lighthouse 13.4 im Desktop-Profil und einmal mit einem eigenen Check, der das HTML der Startseite, die HTTP-Header sowie robots.txt, llms.txt und sitemap.xml auswertet.
Am 24. September 2026 wurde der eigene Startseiten-Check vollständig wiederholt; 198 der 210 Websites waren dabei erneut automatisiert abrufbar. Ein Merkmal gilt als vorhanden, sobald es an einem der beiden Messtage nachgewiesen wurde – eine einzelne fehlgeschlagene Abfrage kostet also keine Punkte. Die Lighthouse-Messwerte stammen unverändert vom 2. September 2026.
Der Gesamtwert setzt sich aus vier Bereichen zu je 25 Punkten zusammen: Technik und Performance, Barrierefreiheit, Bürgerservice sowie KI- und Such-Sichtbarkeit. Das vollständige Punktemodell steht im Methodik-PDF.
Wichtig für die Einordnung: Geprüft wurde jeweils die Startseite. Ein fehlendes Merkmal bedeutet nicht, dass eine Gemeinde das Angebot nicht hat – es war zum Prüfzeitpunkt nur nicht von der Startseite aus verlinkt. Viele Verwaltungen führen ihre Online-Dienste auf Unterseiten oder über das Portal ihrer Verwaltungsgemeinschaft.
Grenzen der Untersuchung
- Die Startseiten wurden ohne Ausführung von JavaScript gelesen. Inhalte, die erst nachgeladen werden, können fehlen.
- Die Lighthouse-Werte stammen aus einer Desktop-Messung; mobile Werte fallen in der Regel niedriger aus.
- Sechs Websites setzen einen Bot-Schutz ein und wurden abweichend erhoben; für sechs Seiten liegt keine Lighthouse-Messung vor. Sie sind im Datensatz gekennzeichnet und wurden neutral bewertet.
- Automatisierte Tests erfassen nur einen Teil der Anforderungen der BITV. Sie ersetzen keinen BITV-Test und treffen keine Aussage über die rechtliche Konformität.
- Der Punktwert ist eine Momentaufnahme technischer Merkmale – keine Bewertung der Arbeit einer Verwaltung.
Korrekturen sind willkommen
Sollte ein Wert nicht stimmen oder sich inzwischen geändert haben: kurze Nachricht an email@stephanzabel.com genügt. Ich prüfe das kurzfristig, korrigiere den Datensatz und vermerke die Änderung.
Datenquellen: Gemeindeliste, Websites und Einwohnerzahlen aus Wikidata und vom Bayerischen Landesamt für Statistik (Stand 31.12.2024). Gebietsgrenzen: © GeoBasis-DE / BKG 2025, Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0.
Kostenloser Detail-Check für Ihre Gemeinde
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Zahlen, Karten und Auswertungen für Ihr Gebiet
Alle Grafiken und Daten dürfen Sie mit Quellenangabe frei verwenden. Auf Wunsch liefere ich eine Auswertung für Ihren Landkreis, die Karte in Ihren Farben oder eine Einordnung als O-Ton.
Sie möchten auch so eine Studie?
Der Digital-Atlas ist meine eigene Digital-PR-Kampagne. Dasselbe Format entwickle ich für Ihr Unternehmen: ein Thema mit Nachrichtenwert, saubere Daten, eine Landingpage mit Karte und Downloads – und auf Wunsch die Pressearbeit dazu. Mehr dazu, warum ich den Atlas gebaut habe, im Blog.

Über den Autor
Stephan Zabel berät aus Nürnberg heraus seit über 20 Jahren Unternehmen und Organisationen in SEO, Google Ads und KI-Marketing. Den Digital-Atlas erstellt er einmal jährlich, um zu zeigen, wie sich Websites für Menschen und für KI-Systeme gleichzeitig verbessern lassen. Fragen und Hinweise: email@stephanzabel.com


