ROAS, ROI, CPC, CPM, CTR, CPA, Conversion-Rate und Customer Lifetime Value – neun Rechner auf einer Seite, mit Formel, Einordnung und aktuellen Benchmarks. So sehen Sie in Sekunden, ob sich Ihre Kampagne rechnet.
ROAS berechnen (Return on Advertising Spend)
Ergebnis
Marketing-ROI berechnen
Ergebnis
CPC berechnen (Cost per Click)
Ergebnis
CPM / TKP berechnen (Tausend-Kontakt-Preis)
Ergebnis
CTR berechnen (Klickrate)
Ergebnis
CPA / CPL berechnen (Kosten pro Conversion bzw. Lead)
Ergebnis
Conversion-Rate berechnen
Ergebnis
Customer Lifetime Value (CLV) berechnen
Ergebnis
Break-even-ROAS berechnen
Ergebnis
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Wie die Kennzahlen zusammenhängen
Jede Performance-Kampagne ist ein Trichter: Aus Impressionen werden Klicks, aus Klicks Conversions, aus Conversions Umsatz. Jede Stufe hat eine Effizienz-Kennzahl (CTR, Conversion-Rate) und eine Kosten-Kennzahl (CPM, CPC, CPA). Ganz unten steht die Frage, die Ihr Controlling stellt: Hat sich das Geld gelohnt – ROAS und ROI.
Aus meiner Erfahrung mit B2B-Kampagnen scheitern Budgetentscheidungen selten an fehlenden Daten, sondern daran, dass Kennzahlen isoliert betrachtet werden. Ein günstiger CPC ist wertlos, wenn die Conversion-Rate der Landingpage bei 0,5 % liegt. Und ein ROAS von 6 klingt großartig, bis Sie die Marge dagegenhalten. Die Rechner oben sind deshalb so gebaut, dass sie das Ergebnis einordnen – nicht nur ausrechnen.
ROAS: Formel, Berechnung, guter Wert
Der Return on Advertising Spend ist die wichtigste Kennzahl im E-Commerce und in Google Ads. Formel: ROAS = Umsatz ÷ Werbekosten. Ein ROAS von 4 heißt: Jeder Euro Werbung bringt vier Euro Umsatz. Google Ads zeigt die Kennzahl als „Conversion-Wert / Kosten", Meta als „ROAS (Return on Ad Spend)".
Ist ein ROAS von 4 gut?
Nur, wenn Ihre Marge stimmt. Der Break-even-ROAS ist 1 ÷ Deckungsbeitrag: Bei 25 % Marge liegt er bei 4,0 – ein ROAS von 4 ist dann ein Nullsummenspiel. Bei 50 % Marge liegt der Break-even bei 2,0, und derselbe ROAS von 4 verdoppelt Ihren Einsatz. Deshalb steht im Rechner der Tab „Break-even-ROAS" – nutzen Sie ihn, bevor Sie einen Ziel-ROAS in Google Ads einstellen.
| Marge | Break-even-ROAS | Ziel-ROAS für 20 % Rendite | Typische Branche |
|---|---|---|---|
| 20 % | 5,0 | 6,0 | Elektronik, Lebensmittel online |
| 30 % | 3,3 | 4,0 | Mode, Möbel, Handel allgemein |
| 50 % | 2,0 | 2,4 | Eigenmarken, Kosmetik, Nahrungsergänzung |
| 70 % | 1,4 | 1,7 | Software, digitale Produkte, Beratung |
In Deutschland wird oft die KUR (Kosten-Umsatz-Relation) verwendet – der Kehrwert des ROAS in Prozent. ROAS 4 = KUR 25 %. Beide sagen dasselbe, nur aus verschiedenen Richtungen.
Marketing-ROI: Der Unterschied zum ROAS
Der Return on Investment geht einen Schritt weiter und rechnet mit dem Gewinn statt mit dem Umsatz: ROI = (Umsatz × Marge − Marketingkosten) ÷ Marketingkosten × 100. In die Marketingkosten gehören neben dem Media-Budget auch Agentur- oder Freelancer-Honorare, Tools und Content-Produktion.
Beispiel: 12.000 € Umsatz, 40 % Marge, 3.000 € Werbekosten plus 800 € Betreuung. Der ROAS beträgt 4,0 (bezogen auf die Werbekosten), der ROI aber nur (4.800 − 3.800) ÷ 3.800 = 26 %. Das ist der Unterschied zwischen „die Kampagne läuft gut" und „das Marketing verdient Geld".
- ROAS für die Kampagnensteuerung im Tagesgeschäft: schnell, direkt im Werbekonto, vergleichbar zwischen Kampagnen.
- ROI für Budgetentscheidungen und Geschäftsführung: berücksichtigt Marge und Gesamtkosten.
- B2B-Sonderfall: Bei langen Verkaufszyklen fehlt im ROI der spätere Umsatz. Rechnen Sie mit dem Lead-Wert (Abschlussquote × Auftragswert × Marge) oder mit dem CLV.
CPC und CPM/TKP: Was ein Klick oder Kontakt kosten darf
CPC (Cost per Click) = Werbekosten ÷ Klicks. Im Google-Suchnetzwerk liegt der Durchschnitt 2026 bei 5,42 US-Dollar über alle Branchen – mit enormer Spreizung: Immobilien 3,22 $, Anwälte 9,87 $. In Deutschland sehe ich in Kundenkonten Klickpreise von 0,40 € (Brand-Keywords) bis über 15 € (B2B-Software, Rechtsberatung).
CPM oder TKP (Tausend-Kontakt-Preis) = Werbekosten ÷ Impressionen × 1.000. Der TKP ist die Währung für Reichweite: Display-Netzwerke ab 1–3 €, Meta und TikTok meist 5–15 €, LinkedIn Ads 30–80 € – LinkedIn verkauft Zielgenauigkeit, nicht Masse. Ob ein TKP gut ist, zeigt erst die Kette dahinter: TKP → CTR → CPC → Conversion-Rate → CPA.
Rechenweg vom TKP zum CPA
TKP 8 € bei 0,8 % CTR ergibt einen CPC von 1,00 € (8 € ÷ 8 Klicks). Bei 2 % Conversion-Rate kostet die Conversion 50 €. Ob das trägt, entscheidet der Kundenwert – siehe CLV.
CTR und Conversion-Rate: Die Effizienz-Kennzahlen
CTR (Click-Through-Rate) = Klicks ÷ Impressionen × 100. Sie misst, wie gut Anzeige und Suchintention zusammenpassen. Benchmark Suchnetzwerk 2026: 6,64 % über alle Branchen; Finanzen und Versicherungen erreichen fast 10 %, Recht und Gesundheit knapp 6 %. Display-Anzeigen liegen typischerweise bei 0,3 bis 0,8 %, Social Ads bei 0,8 bis 2 %.
Conversion-Rate = Conversions ÷ Besucher × 100. Sie misst die Landingpage und das Angebot. Der Benchmark im Suchnetzwerk liegt 2026 bei 8,18 % – getrieben von Branchen mit einfachen Anfrageformularen (Bildung 13 %). Onlineshops liegen bei 2 bis 4 %, komplexe B2B-Angebote oft bei 1 bis 3 %.
Ein praktischer Hinweis aus der Optimierung: Die CTR lässt sich in Tagen verbessern (Anzeigentexte, Erweiterungen, negative Keywords), die Conversion-Rate braucht Wochen (Landingpage, Ladezeit, Vertrauen, Formular). Wer Google Ads mit KI-Tools optimiert, sollte beide Kennzahlen getrennt beobachten – wie ich es im Beitrag zur Google-Ads-Optimierung mit KI beschreibe.
CPA, CPL und Customer Lifetime Value
CPA (Cost per Acquisition) oder CPL (Cost per Lead) = Werbekosten ÷ Conversions. Das ist die Kennzahl, mit der Sie Kanäle vergleichen: Google Ads 45 €, LinkedIn 180 €, SEO 12 € pro Lead. Benchmark Suchnetzwerk 2026: 66,69 US-Dollar pro Lead über alle Branchen, B2B-Dienstleistungen 93,69 $, Recht 131,63 $.
Ob ein CPA gut ist, entscheidet ausschließlich der Customer Lifetime Value: Bestellwert × Käufe pro Jahr × Dauer der Kundenbeziehung, multipliziert mit der Marge. Ein Kunde, der drei Jahre lang viermal jährlich für 250 € kauft, bringt 3.000 € Umsatz und bei 40 % Marge 1.200 € Deckungsbeitrag. Dann darf die Akquise auch 300 € kosten – das Verhältnis CLV zu CAC läge bei 4:1.
- CPA ermitteln: Werbekosten ÷ Conversions je Kanal, mindestens über 30 Tage.
- Lead-Wert berechnen (B2B): Abschlussquote × Auftragswert × Marge. 20 % × 5.000 € × 40 % = 400 € Wert pro Lead.
- Vergleichen: Liegt der CPA unter einem Drittel des Lead-Werts bzw. CLV-Deckungsbeitrags, können Sie skalieren.
- Ziel-CPA setzen: In Google Ads als Gebotsstrategie „Ziel-CPA" hinterlegen – mit Puffer, da der Algorithmus Lernphasen braucht.
Benchmarks 2026 nach Branche
| Branche (Google Suchnetzwerk) | CTR | CPC | Conversion-Rate | Cost per Lead |
|---|---|---|---|---|
| Alle Branchen | 6,64 % | 5,42 $ | 8,18 % | 66,69 $ |
| Anwälte & Recht | 5,87 % | 9,87 $ | 5,55 % | 131,63 $ |
| Finanzen & Versicherung | 9,83 % | 3,39 $ | 2,64 % | 74,44 $ |
| B2B-Dienstleistungen | 6,10 % | 5,87 $ | 4,85 % | 93,69 $ |
| E-Commerce | 8,28 % | 4,14 $ | 4,01 % | 49,40 $ |
| Handwerk & Haus | 6,47 % | 8,33 $ | 8,05 % | 90,92 $ |
| Gesundheit & Fitness | 5,81 % | 6,17 $ | 6,94 % | 67,36 $ |
| Bildung | 7,56 % | 4,81 $ | 13,14 % | 77,48 $ |
| Immobilien | 7,61 % | 3,22 $ | 3,70 % | 102,51 $ |
| Industrie & Gewerbe | 6,57 % | 5,87 $ | 8,20 % | 75,19 $ |
Quelle: LocaliQ / WordStream, Search Advertising Benchmarks 2026 (Analyse tausender Werbekonten, USA). Deutsche Klickpreise liegen in vielen Branchen 20 bis 40 % darunter, die Conversion-Raten sind vergleichbar. Nutzen Sie die Werte als Orientierung – der einzige Benchmark, der zählt, ist Ihr eigener Vormonat.
Häufige Fragen
Wie berechnet man den ROAS?
ROAS = Umsatz aus der Kampagne geteilt durch Werbekosten. Beispiel: 12.000 € Umsatz bei 3.000 € Werbekosten ergeben einen ROAS von 4 (400 %). In Google Ads heißt die Kennzahl „Conversion-Wert/Kosten".
Ist ein ROAS von 4 gut?
Das hängt von Ihrer Marge ab. Bei 25 % Deckungsbeitrag ist ein ROAS von 4 exakt der Break-even – Sie verdienen nichts. Bei 50 % Marge ist derselbe ROAS sehr profitabel. Rechnen Sie deshalb immer den Break-even-ROAS (1 ÷ Marge) aus.
Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?
Der ROAS vergleicht Umsatz mit Werbekosten und ignoriert Ihre Marge. Der ROI vergleicht den Gewinn (Umsatz × Marge minus alle Marketingkosten) mit den Kosten. Ein hoher ROAS kann bei niedriger Marge einen negativen ROI bedeuten.
Wie berechnet man die Conversion-Rate?
Conversion-Rate = Conversions geteilt durch Besucher (oder Klicks) mal 100. 60 Anfragen aus 1.800 Klicks ergeben 3,33 %. Im Google-Suchnetzwerk liegt der Durchschnitt 2026 über alle Branchen bei rund 8 %, im E-Commerce bei etwa 4 %.
Was ist ein guter CPC?
Es gibt keinen guten oder schlechten CPC – nur einen, der sich rechnet. Ein Klick für 10 € ist günstig, wenn jeder zehnte Klick einen Auftrag über 2.000 € bringt. Rechnen Sie den CPC deshalb immer bis zum CPA und zum Kundenwert durch.
Wie berechnet man den TKP (CPM)?
TKP = Werbekosten geteilt durch Impressionen mal 1.000. 2.500 € für 400.000 Impressionen ergeben einen TKP von 6,25 €. Der TKP ist die Standardkennzahl für Reichweitenkampagnen (Display, Social, Video).
Was bedeutet Customer Lifetime Value?
Der CLV ist der Umsatz oder Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Kundenbeziehung bringt: Bestellwert × Käufe pro Jahr × Jahre. Er ist die Obergrenze für das, was Sie für die Gewinnung eines Kunden ausgeben dürfen (CAC). Faustregel: CLV zu CAC mindestens 3:1.
Kennzahlen sind der Anfang – Entscheidungen der Zweck
Die Rechner zeigen Ihnen, wo Ihre Kampagne steht. Was Sie daraus machen – Budget verschieben, Gebotsstrategie umstellen, Landingpage umbauen – ist Erfahrungssache. Ich betreue Google-Ads- und LinkedIn-Kampagnen für B2B-Unternehmen mit klaren Zielwerten für CPA und ROAS und berichte monatlich in einem Dashboard, das Geschäftsführung und Marketing verstehen.
Sie möchten wissen, ob sich Ihre Kampagnen wirklich rechnen? Lassen Sie uns sprechen.






