SalesViewer, Dealfront, Echobot – wer B2B-Website-Besucher identifizieren will, landet schnell bei den großen Namen. Ich habe mit Leadinfo bewusst die günstigere Alternative gewählt und setze die Software seit rund zwei Jahren produktiv ein: auf meinem eigenen Portal fitnessmarkt.de und in Kundenprojekten. Dieser Erfahrungsbericht zeigt Ihnen mit echten Screenshots aus meinem Account, was das Tool wirklich kann – und wo die Grenzen liegen.
Was ist Leadinfo – und was macht die Software?
Leadinfo ist eine B2B-Software zur Website-Besucher-Identifikation. Vereinfacht gesagt: Das Tool erkennt in Echtzeit, welche Unternehmen Ihre Website besuchen – auch dann, wenn diese Besucher kein Formular ausfüllen und keine Spur hinterlassen. Technisch gleicht Leadinfo die IP-Adressen der Besucher mit einer Firmendatenbank ab und reichert den Treffer mit Firmenprofil, Branche, Standort und passenden Kontaktdaten an.
Aus einem anonymen Klick wird so ein konkreter Lead: „Die Reinert-Ritz GmbH aus Nordhorn war heute 47-mal auf Ihrer Seite und hat sich vor allem die Produktseiten angesehen.“ Für die Leadgenerierung im B2B ist das Gold wert – gerade weil erfahrungsgemäß über 95 % aller Website-Besucher die Seite verlassen, ohne sich zu melden.
Warum ich Leadinfo einsetze
B2B-Performance-Marketing ist oft eine Blackbox. Man steckt Budget in Google-Ads- und PMAX-Kampagnen, sieht Klicks, Sitzungen und Conversions – aber wer sind die Menschen und Firmen hinter den Zahlen? Genau diese Lücke schließt Leadinfo. Das Dashboard zeigt mir auf einen Blick, welche Unternehmen gerade aktiv sind, aus welchen Regionen sie kommen und welche Branchen dominieren.
Das macht nicht nur mein Reporting transparenter, sondern auch das Vertriebspotenzial greifbar: Statt über anonymen Traffic zu spekulieren, sehe ich reale Firmen mit echtem Interesse – und kann daraus konkrete Verkaufschancen ableiten.

Erster Eindruck: Inbox, Lead-Scoring & Segmente
Das Kernstück im Alltag ist die Inbox. Sie funktioniert wie ein E-Mail-Postfach – nur dass hier keine Mails, sondern identifizierte Unternehmen einlaufen. Jeder Eintrag zeigt Firmenname, Standort, Uhrzeit und die Zahl der aufgerufenen Seiten. Der farbige Balken links ist die automatische Leadbewertung (Lead-Scoring): Grün steht für einen heißen Lead mit intensivem Nutzerverhalten, Gelb und Rot für schwächeres Interesse.
Über Segmente und Tags filtere ich die Flut vor: nur Firmen aus Deutschland, nur Besucher bestimmter Landingpages, nur Unternehmen ab einer gewissen Mitarbeiterzahl. So wird aus einer langen Liste eine priorisierte Aufgabenliste für das Vertriebsteam.

Das Herzstück: die komplette Besucher-Reise
Der eigentliche Mehrwert steckt in der Detailansicht. Klicke ich ein Unternehmen an, sehe ich die komplette Besucher-Reise: Über welchen Kanal kam der Besuch (im Beispiel über Google), wie lange die Sitzung dauerte, wie viele Seiten aufgerufen wurden – und vor allem welche Seiten in welcher Reihenfolge.
Genau dieses Nutzerverhalten macht den Unterschied. Wenn ein Interessent auf fitnessmarkt.de gezielt mehrere Produktdetailseiten zu gebrauchten Cybex-Geräten ansieht, ist das ein völlig anderes Kaufsignal als ein flüchtiger Klick auf die Startseite. Aus dem reinen Tracking wird so eine echte Bedarfsanalyse – die perfekte Grundlage für eine passgenaue Kontaktaufnahme.

Firmendaten aus über 300 Mio. Entscheidungsträgern
Leadinfo gibt nicht nur den Firmennamen aus. Im Reiter „Über“ liefert die Software ein komplettes Firmenprofil aus ihrer Datenbank: Anschrift, Telefonnummer, Website, Social-Media-Profile, Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Branche samt Branchen-Codes und rechtliche Eckdaten wie Handelsregisternummer und Umsatzsteuer-ID.
Laut Leadinfo greift das Tool auf eine Datenbank mit über 300 Millionen Entscheidungsträgern zu. In der Praxis heißt das: Für die identifizierten Firmen bekomme ich passende Ansprechpartner und – je nach Tarif – auch personenbezogene Kontaktdaten für die direkte Ansprache. Das verkürzt die Recherche vor jeder Kontaktaufnahme erheblich.

Über 70 Integrationen im Marketing-Stack
Ein Tool ist nur so gut wie seine Anbindung an den restlichen Marketing-Stack. Hier punktet Leadinfo: Die Software lässt sich mit über 70 nativen Integrationen verbinden, dazu kommen Zapier und Make für praktisch alles Weitere.
- CRM: HubSpot, Salesforce, Microsoft Dynamics und Pipedrive – identifizierte Leads landen automatisch im richtigen System.
- Analytik: Google Analytics 4 und Looker Studio – bei mir aktiv verbunden, so tauchen die B2B-Firmen direkt in der Auswertung auf.
- Werbung: Google Ads und LinkedIn Ads – für Retargeting und Kampagnen auf Basis der echten Besucherdaten.
- Kommunikation: Slack und E-Mail – ein heißer Lead poppt in Echtzeit im Team-Channel auf.

Automatisierung: Trigger, Autopilot & KI
Richtig spannend wird Leadinfo, wenn die Daten nicht nur angezeigt, sondern automatisiert weiterverarbeitet werden. Über Trigger baue ich einfache Wenn-dann-Regeln: Bedingung wählen (z. B. „Firma besucht die Preisseite und kommt aus Deutschland“) und Aktion festlegen – Tag vergeben, Benachrichtigungs-E-Mail an den Vertrieb senden oder den Lead direkt einer Kampagne hinzufügen.

Noch einen Schritt weiter geht der Autopilot: Er automatisiert das Follow-up per E-Mail und LinkedIn, damit warme Leads nicht kalt werden, bevor sich jemand meldet. Für KI-gestützte Workflows kombiniere ich Leadinfo gern mit Clay AI: Leadinfo liefert Besucher und Entscheidungsträger, Clay analysiert das Kaufinteresse, und daraus wird eine personalisierte LinkedIn- oder E-Mail-Ansprache. Das Vertriebsteam bekommt am Ende nur noch die qualifiziertesten Verkaufschancen auf den Tisch.

Reporting: Leads automatisch ins Postfach
Nicht jeder im Team loggt sich täglich ins Portal ein – muss er auch nicht. Über die Berichte-Funktion verschickt Leadinfo in festem Rhythmus eine Excel-Liste der neuen Leads per E-Mail an ausgewählte Kollegen. Bei mir laufen solche Reports seit Anfang 2024 zuverlässig an mein Team bei fitnessmarkt.de. So bleibt der Vertrieb ohne Mehraufwand auf dem Laufenden.

Leadinfo vs. SalesViewer im Vergleich
Leadinfo verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie SalesViewer, setzt aber andere Schwerpunkte. Mein ehrlicher Vergleich aus der Praxis:
| Kriterium | Leadinfo | SalesViewer |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | ab 69 €/Monat, transparent gelistet | individuelles Angebot, Preise auf Anfrage |
| Besucher-Erkennung | Echtzeit, IP-basiert, cookie-frei | Echtzeit, IP-basiert |
| Datenbank | über 300 Mio. Entscheidungsträger | umfangreiche Firmendatenbank |
| Integrationen | über 70 native + Zapier/Make | gängige CRM- und Marketing-Tools |
| Automatisierung/KI | Trigger, Autopilot, Personas | Automatisierungen & Lead-Routing |
| Besucher-Aufzeichnung | ab Scale-Tarif verfügbar | je nach Paket |
Kurz gesagt: Wer eine kosteneffiziente Softwarelösung mit transparenten Preisen und starker Automatisierung sucht, ist bei Leadinfo gut aufgehoben. SalesViewer bleibt ein solider, etablierter Wettbewerber – oft aber zu einem höheren Preis.
Was kostet Leadinfo? Die Preise 2026
Ein großer Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern: Leadinfo listet seine Preise offen. Die Tarife richten sich nach der Zahl der pro Monat identifizierten Unternehmen (Stand 2026):
- Starter – 69 €/Monat: bis 50 Unternehmen/Monat, Echtzeit-Identifikation, Lead-Scoring, 67 CRM-Integrationen, Google-Ads-Anbindung.
- Scale – 159 €/Monat: bis 250 Unternehmen, zusätzlich GA4 & Looker Studio, LinkedIn Ads, HubSpot, Bildschirmaufzeichnungen und Personas („Beste Wahl“).
- Pro – 359 €/Monat: bis 750 Unternehmen, unbegrenzte Nutzer & Automatisierungen, Salesforce/Marketo, Mobilnummern, persönlicher Customer Success Manager.

DSGVO & Datenschutz
Das Thema Datenschutz ist bei Besucher-Identifikation berechtigterweise heikel – und ein häufiger Grund für Zurückhaltung. Leadinfo wirbt damit, cookie-frei und DSGVO-konform zu arbeiten: Erkannt werden Unternehmen anhand ihrer Firmen-IP, nicht einzelne Privatpersonen beim Surfen. Weil kein Cookie gesetzt wird, entfällt an dieser Stelle die Cookie-Zustimmung.
Cookie-frei bedeutet nicht „ohne jede Pflicht“. Sobald personenbezogene Kontaktdaten verarbeitet werden, gelten die üblichen DSGVO-Regeln: sauberer Eintrag in der Datenschutzerklärung, Prüfung des berechtigten Interesses und ein datenschutzkonformer Umgang mit den Daten. Wer das beachtet, umgeht die typischen Datenschutzprobleme – im Zweifel kurz mit dem eigenen Datenschutzbeauftragten abstimmen.
Vor- und Nachteile aus der Praxis
Was mir im Alltag gefällt:
- Preis-Leistung: transparenter Einstieg ab 69 €, deutlich günstiger als viele etablierte Wettbewerber.
- Tiefe der Daten: nicht nur Firmennamen, sondern komplette Besucher-Reise plus Firmenprofil.
- Automatisierung: Trigger und Autopilot sparen dem Vertriebsteam spürbar Zeit.
- Integrationen: fügt sich sauber in einen bestehenden Marketing-Stack ein.
Wo Sie realistisch bleiben sollten:
- Nur B2B: Reine Privatkunden-Besucher (B2C) lassen sich nicht identifizieren – das ist prinzipbedingt.
- Trefferquote: Nicht jeder Besuch wird einer Firma zugeordnet; erkannt wird primär, wer aus einem Firmennetz kommt.
- Daten sind der Anfang, nicht das Ende: Ohne konsequentes Follow-up bleibt auch der beste Lead ungenutzt.
Für wen lohnt sich Leadinfo?
Leadinfo lohnt sich vor allem für B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten und einem aktiven Vertrieb – also überall dort, wo ein einzelner gewonnener Kunde einen spürbaren Deckungsbeitrag bringt. Für Marketer, die ihre Performance-Marketing-Maßnahmen transparenter machen und ihre Marketingstrategie datenbasiert schärfen wollen, ist das Tool ein echter Hebel.
Weniger geeignet ist es für reine B2C-Shops oder für Firmen, die keine Kapazität haben, die gewonnenen Leads anschließend auch zu bearbeiten. Denn der Wert entsteht erst in der Kombination aus Identifikation und konsequenter Kontaktaufnahme.
Mein Fazit nach zwei Jahren Leadinfo
Leadinfo hält, was es verspricht: Es macht anonymen B2B-Traffic sichtbar, liefert erstaunlich tiefe Firmen- und Verhaltensdaten und lässt sich sauber automatisieren – zu einem fairen, transparenten Preis. Kein Tool nimmt Ihnen die Vertriebsarbeit ab, aber Leadinfo liefert die Grundlage, um aus Website-Besuchern echte Verkaufschancen zu machen.
Sie überlegen, ob sich Website-Besucher-Identifikation für Ihr Unternehmen lohnt – oder wie Sie Leadinfo sauber in Ihre Marketingstrategie und Ihr CRM einbinden? Lassen Sie uns unverbindlich sprechen.
Häufige Fragen zu Leadinfo
Was ist Leadinfo und wie funktioniert es?
Leadinfo ist eine B2B-Software zur Website-Besucher-Identifikation. Sie gleicht die IP-Adressen der Besucher mit einer Firmendatenbank ab und zeigt in Echtzeit, welche Unternehmen die Website besuchen – inklusive Firmenprofil, besuchten Seiten und passenden Kontaktdaten.
Ist Leadinfo DSGVO-konform?
Leadinfo arbeitet cookie-frei und identifiziert Unternehmen anhand ihrer Firmen-IP, nicht einzelne Privatpersonen. Damit ist der Einsatz grundsätzlich datenschutzkonform. Wichtig bleiben ein Eintrag in der Datenschutzerklärung und ein sauberer Umgang mit personenbezogenen Kontaktdaten.
Was kostet Leadinfo?
Leadinfo startet 2026 bei 69 €/Monat (Starter, bis 50 Unternehmen). Der beliebte Scale-Tarif liegt bei 159 €/Monat (bis 250 Unternehmen), der Pro-Tarif bei 359 €/Monat (bis 750 Unternehmen). Die Preise sind offen gelistet und richten sich nach der Zahl der identifizierten Unternehmen pro Monat.
Was ist der Unterschied zwischen Leadinfo und SalesViewer?
Beide identifizieren B2B-Website-Besucher in Echtzeit. Leadinfo ist im Einstieg meist günstiger, listet seine Preise transparent und bietet über 70 native Integrationen sowie starke Automatisierung. SalesViewer ist ein etablierter Wettbewerber, arbeitet aber in der Regel mit individuellen Angeboten statt öffentlichen Preisen.
Wie erkennt Leadinfo die Website-Besucher?
Leadinfo ordnet die IP-Adresse eines Besuchs einem Unternehmen zu und reichert diesen Treffer mit Firmendaten aus einer Datenbank mit über 300 Millionen Entscheidungsträgern an. Erkannt werden vor allem Besucher aus Firmennetzwerken; reine Privatanschlüsse lassen sich nicht zuordnen.
Kann man Leadinfo kostenlos testen?
Ja, Leadinfo bietet eine kostenlose Testphase an. So lässt sich vorab prüfen, wie viele Unternehmen auf der eigenen Website erkannt werden und wie gut die Datenqualität für den eigenen Anwendungsfall ist.





