Gute Prompts sind kein Zufall, sondern Struktur. Dieser Prompt-Generator baut aus Rolle, Aufgabe, Kontext, Format und Regeln in 30 Sekunden einen Prompt, mit dem ChatGPT, Claude oder Gemini brauchbare Ergebnisse liefern – mit 12 Vorlagen für Marketing, Vertrieb und Büro.
Prompt-Generator für ChatGPT, Claude & Gemini
Vorlage wählen oder Felder selbst füllen – der fertige Prompt entsteht live. Platzhalter in eckigen Klammern ersetzen Sie durch Ihre Angaben.
Ihr Prompt
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Die Prompt-Formel: 5 Bausteine, die jede KI versteht
Ich schreibe seit 2023 täglich Prompts – für Kundenprojekte, für eigene KI-Tools und für Workshops mit Marketing-Teams. Die Erkenntnis nach tausenden Prompts: Die Qualität der Antwort hängt zu 80 % vom Prompt ab, zu 20 % vom Modell. Und fast jeder gute Prompt besteht aus denselben fünf Bausteinen.
- Rolle: „Du bist ein erfahrener Google-Ads-Spezialist" aktiviert das passende Fachwissen und die richtige Perspektive. Ohne Rolle antwortet die KI als Allrounder – korrekt, aber flach.
- Aufgabe: Ein Verb am Anfang (Schreibe, Analysiere, Vergleiche, Erstelle) und ein messbares Ergebnis („15 Anzeigentitel mit maximal 30 Zeichen"). Vage Aufgaben erzeugen vage Antworten.
- Kontext: Zielgruppe, Unternehmen, Vorgeschichte, Beispiele. Das ist der Baustein, den 90 % der Nutzer weglassen – und der den größten Unterschied macht.
- Format: Tabelle, Liste, E-Mail, JSON, Länge. Sie sparen sich das Nachformatieren und bekommen vergleichbare Ergebnisse.
- Einschränkungen: Was die KI nicht tun soll: keine Floskeln, keine erfundenen Zahlen, keine Anglizismen. Negative Regeln wirken – wenn sie konkret sind.
Vorher/Nachher: Was ein strukturierter Prompt ändert
| Schwacher Prompt | Strukturierter Prompt (aus dem Generator) |
|---|---|
| „Schreib mir einen LinkedIn-Post über KI im Marketing." | „Du bist ein LinkedIn-Content-Creator. Aufgabe: Schreibe einen Beitrag darüber, wie wir mit einem KI-Dashboard 6 Stunden Reporting pro Woche sparen. Kontext: Ich bin Marketingleiter eines Maschinenbauers, Zielgruppe sind Geschäftsführer im Mittelstand. Format: LinkedIn-Post, ca. 100 Wörter, erster Satz ohne Kontext verständlich, Abschluss mit Frage. Regeln: keine Hashtag-Wüste, keine Emojis am Satzanfang, Du-Ansprache." |
| Ergebnis: generischer Text über „die Zukunft des Marketings", austauschbar, ohne Zahl, ohne Haltung. | Ergebnis: konkreter Erfahrungsbericht mit Zahl, klarer Zielgruppe und Gesprächsanlass – nach einer kleinen Korrektur veröffentlichbar. |
Der zweite Prompt ist länger – aber Sie schreiben ihn einmal, speichern ihn als Vorlage (in ChatGPT als Custom GPT oder Projekt, in Claude als Projekt oder Skill) und nutzen ihn hundertfach. Genau dafür sind die 12 Vorlagen im Generator gedacht: Sie ersetzen nur die Platzhalter in eckigen Klammern.
10 Regeln für bessere Prompts
- Ziel vor Aufgabe: Sagen Sie, wofür das Ergebnis gebraucht wird („für eine Landingpage, die Anfragen erzeugen soll"). Die KI trifft dann bessere Detailentscheidungen.
- Beispiele statt Adjektive: „Schreib wie in diesem Absatz: …" wirkt stärker als „schreib locker und modern".
- Zahlen und Grenzen: 30 Zeichen, 5 Varianten, 3 Absätze. Alles, was zählbar ist, wird eingehalten – alles andere interpretiert.
- Rückfragen erlauben: „Stelle mir zuerst bis zu drei Rückfragen" verhindert, dass die KI fehlende Informationen erfindet.
- Unsicherheit kennzeichnen lassen: „Markiere Zahlen, bei denen du dir nicht sicher bist" ist die einfachste Versicherung gegen Halluzinationen.
- Schritt für Schritt bei Analysen: Rechnen und begründen lassen, bevor das Ergebnis kommt – die Fehlerquote sinkt messbar.
- Ein Prompt, eine Aufgabe: „Schreib den Artikel, erstelle die Meta-Description und poste-fertige Social-Texte" wird mittelmäßig. Drei Prompts nacheinander werden gut.
- Iterieren statt neu starten: „Kürze Absatz 2 um die Hälfte und ersetze das Beispiel durch eines aus dem Maschinenbau" – die Folgeanweisung ist die eigentliche Stärke von Chat-KIs.
- Kritik einfordern: „Was ist die schwächste Stelle deines Textes?" liefert häufig die beste Überarbeitung.
- Vorlagen pflegen: Prompts, die funktionieren, gehören in eine Bibliothek – als Custom GPT, Claude-Projekt, Notion-Seite oder in den Generator oben.
ChatGPT, Claude, Gemini: Die Unterschiede beim Prompten
| Modell | Stärken | Prompt-Tipp |
|---|---|---|
| ChatGPT (OpenAI) | Breites Wissen, Bilder, Web-Recherche, Custom GPTs, große Verbreitung | Neigt zu Zusammenfassungen und Nachfragen am Ende – im Prompt ausschließen. Mit „Denke zuerst nach" oder Reasoning-Modus für komplexe Aufgaben. |
| Claude (Anthropic) | Lange Dokumente, präzise Textarbeit, Code, Projekte und Skills, weniger Floskeln | Reagiert stark auf Beispiele und klare Rollen. „Antworte direkt" spart Einleitungen. Für wiederkehrende Aufgaben Skills anlegen – wie im Beitrag zu Claude Skills, Plugins und MCP beschrieben. |
| Gemini (Google) | Integration in Workspace und Google-Suche, Bilder (Nano Banana), sehr große Kontextfenster | Profitiert von explizitem Format-Wunsch. Für aktuelle Fakten die Suche einschalten und Quellen anfordern. |
| Perplexity | Recherche mit Quellen | Prompt als Rechercheauftrag formulieren („Finde drei Studien zu … aus 2025/2026 und fasse sie zusammen"). |
Der Generator kennt diese Unterschiede und ergänzt je nach Ziel-KI eine passende Zeile. Die Grundstruktur bleibt gleich – gute Prompts sind modellunabhängig, und das ist die beste Nachricht für alle, die nicht jedes Quartal umlernen wollen.
Die häufigsten Prompt-Fehler
Aus meinen Workshops: die Top 5
1. Kein Kontext – die KI kennt weder Ihre Firma noch Ihre Kunden. 2. Alles in einen Prompt – drei Aufgaben, ein mittelmäßiges Ergebnis. 3. Erste Antwort akzeptieren – der zweite und dritte Durchgang machen den Unterschied. 4. Keine Grenzen – ohne Länge und Format kommt immer der Standard. 5. Zahlen ungeprüft übernehmen – jede Statistik aus einer KI ist eine Behauptung, bis Sie die Quelle gesehen haben.
Wer Prompts im Team professionalisieren will, braucht mehr als Regeln: Vorlagen, Freigabeprozesse und eine klare Linie bei der Kennzeichnung von KI-Inhalten. Genau das erarbeite ich mit Unternehmen in KI-Workshops – vom ersten Prompt bis zum eigenen KI-Assistenten.
Häufige Fragen
Was ist ein Prompt?
Ein Prompt ist die Eingabe, mit der Sie einer KI wie ChatGPT, Claude oder Gemini eine Aufgabe stellen – vom einzelnen Satz bis zur mehrseitigen Anweisung mit Rolle, Kontext, Beispielen und Regeln. Die Qualität des Prompts bestimmt die Qualität der Antwort stärker als die Wahl des KI-Modells.
Wie schreibe ich einen guten Prompt?
Mit der Formel Rolle + Aufgabe + Kontext + Format + Einschränkungen: Sagen Sie, wer die KI sein soll, was sie genau tun soll, für wen und mit welchem Hintergrund, in welcher Form die Antwort kommen soll und was sie vermeiden muss. Beispiele und Zahlen machen den Prompt präziser als Adjektive.
Funktioniert der Prompt-Generator für ChatGPT, Claude und Gemini?
Ja. Die Struktur ist modellunabhängig. Der Generator ergänzt je nach Ziel-KI eine kleine Anpassung – etwa „Antworte direkt ohne Einleitung" für Claude – die restlichen Anweisungen verstehen alle aktuellen Modelle gleich gut.
Ist der Prompt-Generator kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar?
Ja. Das Tool läuft komplett in Ihrem Browser, es gibt keine Registrierung, kein Limit und keine Speicherung Ihrer Eingaben.
Soll ich auf Deutsch oder Englisch prompten?
Für deutsche Ergebnisse auf Deutsch. Aktuelle Modelle verstehen Deutsch sehr gut, und Sie vermeiden Übersetzungsfehler bei Fachbegriffen und Tonalität. Englisch lohnt sich bei Bild-Prompts (Midjourney, Nano Banana) und bei sehr technischen Coding-Aufgaben.
Was ist der Unterschied zwischen Prompt-Generator und Prompt-Optimizer?
Ein Generator baut aus Ihren Angaben einen strukturierten Prompt. Ein Optimizer nimmt einen vorhandenen Prompt und verbessert ihn per KI. Tipp: Nutzen Sie den Generator und lassen Sie die KI selbst den Prompt kritisieren: „Was fehlt diesem Prompt, damit du die Aufgabe optimal lösen kannst?"
Vom guten Prompt zum eigenen KI-Workflow
Der Generator liefert die Struktur. Wenn Ihr Team KI wirklich produktiv nutzen soll, kommen Vorlagen, Projekte, Skills und Automatisierungen dazu – zugeschnitten auf Ihre Prozesse. Als Prompt-Engineer und KI-Berater aus Nürnberg baue ich genau das: Workshops, Prompt-Bibliotheken und KI-Tools für Marketing und Vertrieb.
Sie möchten wissen, wie KI in Ihrem Unternehmen konkret Zeit spart? Lassen Sie uns sprechen.






