Am 7. Mai 2026 hat Google die FAQ-Darstellung im Suchergebnis endgültig abgeschaltet – und damit die beliebteste Anwendung von strukturierten Daten überhaupt. Trotzdem lohnt sich Schema-Markup weiterhin, nur an anderer Stelle als früher. Dieser Beitrag zeigt, welche Typen 2026 noch etwas bringen, was Pflicht ist, und gibt Ihnen einen Generator für die sechs wichtigsten Typen an die Hand.
Schema-Markup-Generator
Sechs Typen, ein Formular: Article für Blogbeiträge, Organization für das Unternehmen, LocalBusiness für den Standort, Product für Produktseiten, FAQPage für Frage-Antwort-Blöcke und BreadcrumbList für den Navigationspfad. Das Ergebnis kopieren Sie entweder als reines JSON-LD oder gleich mit dem umgebenden script-Tag.
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Schema-Markup-Generator (JSON-LD)
Wählen Sie einen Typ, füllen Sie die Felder aus, kopieren Sie das Ergebnis. Alles läuft in Ihrem Browser, es wird nichts übertragen und nichts gespeichert.
Wichtig: Google zeigt seit dem 7. Mai 2026 keine FAQ-Rich-Results mehr an. Das Markup bleibt trotzdem sinnvoll, weil es Ihre Inhalte für Sprachmodelle und andere Dienste eindeutig auszeichnet – aber es bringt keine erweiterte Darstellung in der Google-Suche mehr.
Ihr JSON-LD
Prüfen Sie das Ergebnis anschließend im Rich-Results-Test von Google und im Schema-Markup-Validator. Beide Werkzeuge finden Sie verlinkt weiter unten im Beitrag.
Was 2026 noch angezeigt wird
Googles offizielle Übersicht führt im September 2026 genau 25 Darstellungsformen. Acht Typen sind seit 2023 gestrichen worden – und ausgerechnet die beiden, die in Agenturen am häufigsten eingebaut wurden, sind darunter.
| Typ | Erweiterte Darstellung 2026? | Was Sie wissen müssen |
|---|---|---|
| Article | ja | Zeigt Titel, Datum und Bild in Nachrichten- und Blog-Darstellungen. Keine Pflichtfelder laut Google, empfohlen sind Überschrift, Bild, Autor und Datum. |
| Breadcrumb | ja | Ersetzt die URL im Suchergebnis durch den Navigationspfad. Pflicht: die Liste mit Position und Name je Ebene. |
| Organization | ja | Speist das Wissenspanel und die Markendarstellung. Keine Pflichtfelder, empfohlen sind Name, Logo, Adresse und Profile. |
| Local business | ja | Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer im Ergebnis. Pflicht: Name und Adresse. |
| Product | ja | Preis, Verfügbarkeit und Bewertung im Ergebnis. Für das Produkt-Snippet Pflicht: Name plus Bewertung, Rezension oder Angebot. |
| Review snippet | eingeschränkt | Bewertungssterne. Selbst vergebene Bewertungen des eigenen Unternehmens werden für Organization und LocalBusiness nicht mehr angezeigt. |
| Event, Video, Job posting, Recipe | ja | Weiter unterstützt, jeweils mit eigenen Pflichtfeldern. |
| FAQPage | nein | Google hat die Anzeige zum 7. Mai 2026 vollständig eingestellt – auch für Behörden- und Gesundheitsseiten, die 2023 noch ausgenommen waren. |
| HowTo | nein | Seit dem 14. September 2023 eingestellt. |
| Course info, Estimated salary, Learning video, Special announcement, Vehicle listing, Practice problem | nein | 2025 und 2026 aus der Suche entfernt. |
Das Ende der FAQ-Snippets – und was das praktisch heißt
Die Geschichte in drei Schritten: 2023 schränkte Google die FAQ-Darstellung stark ein und zeigte sie nur noch für Behörden- und Gesundheitsseiten. Zum 7. Mai 2026 wurde sie vollständig abgeschaltet – die Dokumentation sagt das wörtlich, und im Änderungsprotokoll finden sich die zugehörigen Einträge vom 8. Mai und 15. Juni 2026. Seitdem gibt es keine aufklappbaren Fragen mehr im Suchergebnis, für niemanden.
Sollten Sie FAQ-Markup jetzt entfernen?
Nein. Es schadet nicht, verursacht keine Fehler und zeichnet Ihre Frage-Antwort-Blöcke eindeutig aus – auch für Dienste jenseits von Google. Was Sie ändern sollten, ist die Erwartung: Wer FAQ-Blöcke nur wegen der Snippets eingebaut hat, sollte den Aufwand künftig in Inhalte stecken, die tatsächlich noch dargestellt werden. Und wer FAQ-Abschnitte schreibt, sollte sie für Leser schreiben, nicht für die Ergebnisliste.
Pflichtfelder je Typ
Ein verbreiteter Irrtum: Nicht jeder Typ hat Pflichtfelder. Bei Article und Organization schreibt Google gar keine vor – dort geht es um Vollständigkeit, nicht um Formalien. Bei LocalBusiness und Product ist es anders.
| Typ | Pflichtfelder laut Google | Empfohlen |
|---|---|---|
| Article | keine | Überschrift, Bild, Autor, Veröffentlichungs- und Änderungsdatum, Herausgeber |
| Organization | keine | Name, Adresse der Website, Logo, Anschrift, Telefonnummer, Profile in sozialen Netzwerken |
| LocalBusiness | Name, Anschrift | Telefonnummer, Öffnungszeiten, Preisniveau, Geokoordinaten, Adresse der Website |
| Product (Snippet) | Name sowie Bewertung, Rezension oder Angebot | Bild, Beschreibung, Marke, Artikelnummer, Verfügbarkeit |
| Product (Händlerangebot) | Name, Bild, Angebot mit Preis und Währung | Marke, GTIN, Versand- und Rückgabebedingungen |
| BreadcrumbList | Liste mit Position und Name je Ebene | Adresse je Ebene außer der letzten |
Wichtig bei Product: Google unterscheidet zwischen dem Produkt-Snippet (redaktionelle Seiten, Tests, Vergleiche) und dem Händlerangebot (Shops, die direkt verkaufen). Für das Händlerangebot sind Bild und Angebot mit Preis und Währung Pflicht, für das Snippet reicht der Name plus eine Bewertung, Rezension oder ein Angebot.
Bringt Schema-Markup etwas für KI-Antworten?
Hier kursieren viele Behauptungen. Die dokumentierte Position von Google ist eindeutig: Für die KI-Übersichten und den KI-Modus gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Optimierungen. Zu strukturierten Daten nennt Google in diesem Zusammenhang genau eine Regel – das Markup muss zum sichtbaren Text auf der Seite passen.
Meine Einschätzung dazu: Strukturierte Daten sind kein Geheimhebel für KI-Sichtbarkeit, aber sie sind ein Zeichen von Sorgfalt. Eine Seite, deren Angaben zu Preis, Öffnungszeit und Autor maschinenlesbar und widerspruchsfrei sind, ist auch für ein Sprachmodell leichter korrekt zu erfassen. Nur verkaufen sollte man das nicht als Ranking-Trick.
Einbau in WordPress und Divi
- Prüfen, was schon da ist. Yoast und Rank Math erzeugen automatisch Markup für Organization, Website, Article und Breadcrumb. Schauen Sie zuerst in den Quelltext, bevor Sie etwas ergänzen.
- Divi-Code-Modul. Für einzelne Seiten der schnellste Weg: Modul „Code" einfügen, JSON-LD samt script-Tag hineinkopieren, speichern.
- Divi-Theme-Optionen. Unter „Integration" lässt sich Code im Kopfbereich ausgeben – sinnvoll für Markup, das auf allen Seiten gleich ist, etwa Organization.
- functions.php. Für Markup, das sich aus Beitragsdaten speist, ist die programmatische Ausgabe der sauberste Weg. Nutzen Sie dabei die WordPress-eigene Funktion zum Kodieren von JSON, damit Umlaute und Anführungszeichen korrekt escapt werden.
- Dopplungen vermeiden. Zwei Organization-Blöcke mit unterschiedlichen Angaben sind schlimmer als gar keiner. Ein Sachverhalt, ein Block.
Zehn typische Fehler
- Markup ohne sichtbaren Inhalt. Ausgezeichnet werden darf nur, was auf der Seite auch steht. Das ist Googles wichtigste Regel.
- Selbst vergebene Bewertungen. Sterne, die sich ein Unternehmen im eigenen Organization- oder LocalBusiness-Markup selbst gibt, werden nicht angezeigt.
- Falsches Datumsformat. Daten gehören im internationalen Format mit Jahr, Monat, Tag ausgezeichnet, bei Uhrzeiten mit Zeitzonenangabe.
- Preise mit Komma. Im Markup gilt der Punkt als Dezimaltrennzeichen und der Währungscode „EUR" – unabhängig davon, wie der Preis auf der Seite dargestellt wird.
- Typografische Anführungszeichen im Code. Ein Textverarbeitungsprogramm ersetzt gerade Anführungszeichen durch geschwungene. Das macht das JSON ungültig.
- Breadcrumb mit Adresse auf der letzten Ebene. Die aktuelle Seite bekommt Position und Name, aber keine Adresse.
- Öffnungszeiten mit deutschen Wochentagen. Die Wochentage müssen englisch geschrieben sein.
- Ein Markup für alle Standorte. Jeder Standort braucht seine eigene Seite mit eigenem LocalBusiness-Block.
- Veraltete Typen weiterpflegen. HowTo- und FAQ-Markup zu erweitern, kostet Zeit, die keine Wirkung mehr hat.
- Nach dem Einbau nicht prüfen. Ein Tippfehler im JSON macht den gesamten Block unwirksam – ohne jede Fehlermeldung im Frontend.
Richtig prüfen: drei Werkzeuge, drei Fragen
- Rich-Results-Test von Google: Beantwortet die Frage „Kann daraus eine erweiterte Darstellung entstehen?" Er kennt nur die von Google unterstützten Typen.
- Schema-Markup-Validator von schema.org: Beantwortet die Frage „Ist mein Markup syntaktisch korrekt?" – unabhängig davon, ob Google den Typ nutzt.
- Search Console: Beantwortet die Frage „Wo auf meiner Website gibt es Fehler?" Sie zeigt die Auswertung über alle indexierten Seiten, allerdings mit einigen Tagen Verzögerung.
Häufige Fragen
Was ist Schema-Markup?
Schema-Markup ist zusätzlicher Code auf einer Webseite, der Suchmaschinen sagt, was der Inhalt bedeutet: dass eine Zahl ein Preis ist, ein Text eine Öffnungszeit und ein Name ein Autor. Das gängige Format heißt JSON-LD und wird als eigener Block im Quelltext eingebunden. Ohne Markup muss die Suchmaschine raten, mit Markup steht es eindeutig da.
Bringt FAQ-Schema 2026 noch etwas?
Für die Google-Suche nicht mehr. Google hat die erweiterte FAQ-Darstellung zum 7. Mai 2026 vollständig abgeschaltet, auch für Behörden- und Gesundheitsseiten, die 2023 noch ausgenommen waren. Das Markup schadet aber nicht und bleibt sinnvoll, um Inhalte für andere Dienste eindeutig auszuzeichnen. Erwarten Sie nur keine Aufklapp-Fragen mehr im Suchergebnis.
Verbessert Schema-Markup mein Ranking?
Nein, jedenfalls nicht direkt. Strukturierte Daten sind kein Rankingfaktor. Sie verändern die Darstellung des Ergebnisses – und eine auffälligere Darstellung führt oft zu mehr Klicks. Der Effekt entsteht also über die Klickrate, nicht über die Position.
Hilft Schema-Markup bei KI-Antworten?
Google sagt dazu klar: Für die KI-Übersichten und den KI-Modus gibt es keine besonderen Anforderungen an strukturierte Daten. Die einzige dokumentierte Regel lautet, dass das Markup zum sichtbaren Text passen muss. Wer behauptet, ein bestimmtes Schema sei der Hebel für KI-Sichtbarkeit, hat dafür keinen Beleg von Google.
Wie teste ich mein Markup?
Mit drei Werkzeugen, die unterschiedliche Fragen beantworten: Der Rich-Results-Test von Google zeigt, ob eine erweiterte Darstellung möglich ist. Der Schema-Markup-Validator von schema.org prüft die reine Syntax, unabhängig von Google. Und der Bericht zu strukturierten Daten in der Google Search Console zeigt Fehler auf allen indexierten Seiten Ihrer Website.
Wie baue ich JSON-LD in WordPress ein?
Es gibt vier Wege. In Divi legen Sie ein Code-Modul an und fügen den Block dort ein. In den Divi-Theme-Optionen können Sie unter „Integration" Code im Kopfbereich jeder Seite ausgeben. Über die functions.php lässt sich das Markup programmatisch erzeugen. Und SEO-Plugins wie Yoast oder Rank Math erzeugen für Organization, Article und Breadcrumb bereits automatisch Markup – prüfen Sie deshalb vorher, was schon da ist.
Was passiert, wenn ich Markup doppelt einbaue?
Doppelte Auszeichnungen für denselben Sachverhalt sind eine der häufigsten Fehlerquellen. Wenn Ihr SEO-Plugin bereits Organization und Article ausgibt und Sie zusätzlich einen eigenen Block einfügen, entstehen widersprüchliche Angaben. Prüfen Sie im Quelltext, welche Blöcke schon vorhanden sind, und ergänzen Sie nur, was fehlt.
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