Google hat in einer Auswertung von 80.959 URLs 61,6 Prozent aller Seitentitel mindestens teilweise umgeschrieben – und gekürzt wird nicht nach Zeichen, sondern nach Pixeln. 56 Zeichen aus lauter kleinen „i" sind rund 224 Pixel breit, 56 Zeichen aus lauter großen „M" rund 840 Pixel. Nur einer der beiden Titel passt ins Suchergebnis. Der Generator oben misst Ihren Title und Ihre Meta Description in echten Pixeln, zeigt die Google-Vorschau für Desktop und Mobil und sagt Ihnen mit einer Ampel, was abgeschnitten wird. Darunter steht, welche Grenzen 2026 gelten, warum Google Titles umschreibt und welche 20 Formeln in der Praxis funktionieren.
Der SERP-Snippet-Generator
Zwei Ansichten: ein einzelnes Snippet mit vollständiger Google-Vorschau, oder eine ganze Liste von Seiten auf einmal. Zwischen Desktop und Mobil schalten Sie mit dem Auswahlfeld um – beide Ansichten haben eigene Pixelgrenzen.
Kostenloser SERP-Snippet-Generator - ohne Anmeldung
SERP-Snippet-Generator mit Pixel-Vorschau
Sie tragen Title, Meta Description und URL ein. Das Werkzeug zeichnet daraus die Google-Vorschau für Desktop und Mobil, misst die Pixelbreite mit derselben Schrift, die Google verwendet, und zeigt eine Ampel für Zeichen und Pixel. Alles läuft in Ihrem Browser, es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Die Vorlagen setzen Ihr Fokus-Keyword automatisch ein. Danach umschreiben, bis die Ampel grün ist.
Google zeigt sie nur manchmal an. Trotzdem ist sie der einzige Text im Suchergebnis, den Sie selbst formulieren dürfen.
Aus der Adresse baut die Vorschau den Pfad, den Google statt der vollen URL anzeigt.
Wird in der Vorschau fett dargestellt - so, wie Google Suchbegriffe im Snippet hervorhebt.
Beide Ansichten haben eigene Pixelgrenzen.
Google zeigt in der Regel Domain und Pfadsegmente.
Das Datum verbraucht Platz aus dem Budget der Description.
Google-Vorschau
Gemessen wird die Textbreite über die Canvas-Funktion measureText, Title in Arial 18 Pixel, Description in Arial 13 Pixel. Grenzen: Title 482 Pixel Desktop und 550 Pixel Mobil, Description 928 Pixel Desktop und 757 Pixel Mobil. Ampel: rot über der Grenze, gelb ab 90 Prozent der Grenze oder unter 60 Prozent, sonst grün.
Für ganze Seitenlisten: eine Zeile je Seite, Felder mit einem senkrechten Strich getrennt. Title | Description | URL. Die Ansicht Desktop oder Mobil von oben gilt für die ganze Tabelle.
Zeilen ohne senkrechten Strich werden übersprungen. Die URL darf leer bleiben.
Pixelbreiten und Ampel
Die kopierte Fassung ist mit Tabulatoren getrennt und lässt sich direkt in eine Tabellenkalkulation einfügen.
Wie gemessen wird
Der Generator zählt nicht, er misst. Dazu zeichnet er Ihren Text unsichtbar in ein Canvas-Element und fragt über die Funktion measureText die tatsächliche Breite in Pixeln ab. Als Schrift verwendet er Arial in 18 Pixeln für den Title und Arial in 13 Pixeln für die Beschreibung. Diese beiden Werte stammen von Screaming Frog, deren Snippet-Werkzeug seit 2014 gepflegt und zuletzt im März 2025 aktualisiert wurde.
Ein durchgerechnetes Beispiel. Der Title „SERP-Snippet-Generator: Title und Meta Description testen" hat 57 Zeichen. Gemessen in Arial 18 Pixel ergibt das 476 Pixel. Die Desktop-Grenze liegt bei 482 Pixeln, also passt der Titel gerade eben – 98,8 Prozent des Budgets sind aufgebraucht, die Ampel steht deshalb auf Gelb. Ein Zeichen mehr, und Google kürzt.
Warum die Zeichenzählung dafür nicht reicht, zeigt der Vergleich mit zwei künstlichen Titeln gleicher Länge: 56 kleine „i" sind 224 Pixel breit, 56 große „M" sind 840 Pixel breit. Beide haben praktisch dieselbe Zeichenzahl, aber nur einer passt. Wer für andere Zwecke trotzdem Zeichen zählen muss, nimmt dafür meinen Zeichenzähler – für Snippets ist die Pixelmessung aber die zuverlässigere Grundlage.
Die Kürzung im Vorschaufenster funktioniert wie bei Google: Der Text wird an der letzten Wortgrenze vor der Grenze abgeschnitten und bekommt ein Auslassungszeichen. Ein aktiviertes Datum wird vom Budget der Beschreibung abgezogen, weil es im Suchergebnis vor dem Text steht und Platz verbraucht. Fettgedruckte Suchbegriffe brauchen ebenfalls mehr Pixel als der gleiche Text in normaler Stärke – Screaming Frog weist ausdrücklich darauf hin. Der Generator zeigt die Fettung deshalb mit an.
| Ampel | Pixelbereich | Bedeutung |
|---|---|---|
| Grün | 60 bis 90 Prozent der Pixelgrenze | Das Snippet wird vollständig angezeigt und nutzt den Platz aus. |
| Gelb | über 90 Prozent oder unter 60 Prozent | Knapp an der Kante oder Platz verschenkt. Beides ist kein Fehler, aber einen zweiten Blick wert. |
| Rot | über 100 Prozent der Pixelgrenze | Google kürzt. Der Teil hinter dem Auslassungszeichen wird niemand lesen. |
Die Ampelgrenzen sind meine Festlegung
Google veröffentlicht keine Schwellenwerte. Rot ab der Pixelgrenze ist zwingend, Gelb ab 90 Prozent ist mein Sicherheitspuffer, und Gelb unter 60 Prozent ist ein Hinweis, dass Sie Platz verschenken – kein Fehler. Wer lieber näher an die Kante geht, kann die gelbe Zone ignorieren, solange die Balken nicht rot werden.
Optimale Längen 2026 in Pixeln und Zeichen
Der wichtigste Satz zuerst: Google selbst nennt keine Grenze. In der Dokumentation zum Titellink steht, es gebe keine Beschränkung, wie lang ein title-Element sein dürfe, der Titellink werde in den Suchergebnissen aber „bei Bedarf gekürzt". Zur Beschreibung heißt es ähnlich, es gebe keine Längenbegrenzung, das Snippet werde gekürzt, „um zur Gerätebreite zu passen". Genau dieser Halbsatz ist der Grund, warum Desktop und Mobil getrennt geprüft werden müssen.
Alle konkreten Zahlen, die im Netz kursieren, stammen also von Dritten, die selbst gemessen haben. Und die kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
| Element | Desktop (Screaming Frog) | Mobil (Screaming Frog) | Desktop (SISTRIX) | Mobil (SISTRIX) | Zeichen-Richtwert |
|---|---|---|---|---|---|
| Title | 482 px | 550 px | 580 px | 920 px | rund 54 bis 60 |
| Meta Description | 928 px | 757 px | 990 px | 1.300 px | rund 150 bis 160 |
Der Unterschied ist erheblich, vor allem mobil: 550 gegen 920 Pixel beim Title, 757 gegen 1.300 Pixel bei der Beschreibung. Meine Einschätzung dazu, die in keiner der beiden Quellen so steht: SISTRIX rechnet mobil vermutlich das Budget über zwei Zeilen zusammen, Screaming Frog enger. Belegen kann ich das nicht. Praktisch heißt das: Wer die konservativeren Screaming-Frog-Werte einhält, ist auf beiden Wegen sicher. Deshalb rechnet der Generator damit.
Als Zeichen-Richtwert nennt Screaming Frog rund 54 Zeichen für den Title und rund 156 Zeichen für die Beschreibung auf dem Desktop. Diese Zahlen sind Mittelwerte über eine normale Buchstabenverteilung – sie taugen als grobe Orientierung beim Schreiben, nicht als Abnahmekriterium. Im November 2017 hatte Google die Beschreibungen kurzzeitig auf rund 320 Zeichen verlängert und das später wieder zurückgenommen. Wer noch Texte aus dieser Zeit im System hat, findet dort die längsten Kandidaten für eine Überarbeitung.
Warum Google Titles umschreibt
Google beschreibt die Erzeugung des Titellinks als „vollständig automatisiert". Als Quellen nennt die Dokumentation das title-Element, die sichtbare Hauptüberschrift der Seite, Überschriftenelemente wie h1, den Inhalt von og:title, Ankertexte auf der Seite und den Text von Links, die auf die Seite zeigen. Der entscheidende Satz lautet: Wenn Google ein Problem auf der Seite erkannt hat, versucht es, einen besseren Titellink aus Ankertexten, Seitentext oder anderen Quellen zu erzeugen. Genannte Auslöser sind ungenaue Titel, veraltete Angaben, wiederholter Textbaustein und ein Missverhältnis zwischen Sprache und Schriftsystem. Ausdrücklich gewarnt wird vor Keyword-Stuffing der Machart „Foobar, foo bar, foobars, foo bars" und vor langen Titeln, die sich nur in einer einzigen Angabe unterscheiden.
Wie häufig das passiert, hat Zyppy SEO im ersten Quartal 2022 an 80.959 URLs von 2.370 Websites gemessen: 61,6 Prozent der Titel wurden mindestens teilweise verändert. Die Autoren halten den wahren Wert für höher, weil Titel je nach Suchanfrage und Gerät unterschiedlich ausfallen können und ihre Methode das nicht abbildet. Die Studie ist mittlerweile über vier Jahre alt; eine methodisch vergleichbare, neuere Erhebung habe ich bei der Recherche am 5. September 2026 nicht gefunden. Nehmen Sie die Zahlen deshalb als Größenordnung, nicht als Tagesaktualität.
| Merkmal des Titles | Beobachtung in der Zyppy-Auswertung |
|---|---|
| Titel mit 1 bis 5 Zeichen | 96,6 % umgeschrieben |
| Titel mit 51 bis 60 Zeichen | 39 bis 42 % umgeschrieben – der niedrigste Wert der Studie |
| Titel mit mehr als 60 Zeichen | über 76 % umgeschrieben |
| Titel mit mehr als 70 Zeichen | 99,9 % umgeschrieben |
| Senkrechter Strich als Trenner | in 41,0 % ersetzt oder entfernt |
| Bindestrich als Trenner | in 19,7 % entfernt |
| Runde Klammern im Title | 61,9 % verändert, 19,7 % der Inhalte entfernt |
| Eckige Klammern im Title | 77,6 % verändert, 32,9 % der Inhalte entfernt |
| Element steht im Title und in der H1 | bleibt in 97,3 % erhalten – gegenüber 74,2 %, wenn es nur im Title steht |
Zwei Befunde daraus sind für die tägliche Arbeit besonders brauchbar. Erstens der Zusammenhang mit der Länge: Im Bereich von 51 bis 60 Zeichen lag die Umschreibrate mit 39 bis 42 Prozent am niedrigsten, über 70 Zeichen bei 99,9 Prozent. Ein Titel, der ins Suchergebnis passt, wird also auch deutlich seltener ersetzt. Zweitens der Abgleich mit der Hauptüberschrift: Stand ein Element sowohl im Title als auch in der h1, blieb es in 97,3 Prozent der Fälle stehen – stand es nur im Title, nur in 74,2 Prozent. Wer will, dass seine Jahreszahl oder seine Zahl im Suchergebnis überlebt, schreibt sie in beide.
Auch das Trennzeichen ist keine Geschmacksfrage: Der senkrechte Strich wurde in 41,0 Prozent der Fälle ersetzt oder entfernt, der Bindestrich nur in 19,7 Prozent. Eckige Klammern sind der riskanteste Baustein überhaupt – ihr Inhalt verschwand in 32,9 Prozent komplett. Meine Empfehlung daraus: Bindestrich als Trenner, Klammern nur, wenn der Inhalt verzichtbar ist.
20 Title-Formeln, die klicken
Formeln ersetzen kein Nachdenken, aber sie verhindern das leere Blatt. Alle zwanzig folgen derselben Logik: Fokus-Keyword möglichst weit vorn, danach der konkrete Nutzen, und alles zusammen unter der Pixelgrenze. Die Beispiele in der Tabelle sind so gewählt, dass sie in der Desktop-Ansicht vollständig passen – prüfen Sie es mit dem Generator nach, indem Sie eine Formel als Vorlage anklicken.
| Nr. | Formel | Beispiel | Passt zu |
|---|---|---|---|
| 1 | Keyword + Doppelpunkt + Nutzen | SERP-Snippet-Generator: Title und Description in Pixeln prüfen | Werkzeuge, Ratgeber |
| 2 | Keyword + Jahreszahl | Meta Description schreiben: was 2026 gilt | Themen, die jährlich veralten |
| 3 | Keyword + Zahl + Substantiv | 20 Title-Formeln für höhere Klickraten | Listenbeiträge |
| 4 | Keyword + „Anleitung in X Schritten" | Snippet optimieren: Anleitung in 5 Schritten | Anleitungen |
| 5 | Keyword + „kostenlos" | Snippet-Vorschau kostenlos testen | Rechner und Generatoren |
| 6 | Keyword + „ohne Anmeldung" | Pixelbreite messen – ohne Anmeldung | Werkzeuge mit hoher Abbruchquote |
| 7 | Frage als Title | Wie lang darf eine Meta Description sein? | Fragen mit klarer Antwort |
| 8 | Keyword + „Was kostet …?" | Was kostet eine SEO-Betreuung? | Preisthemen |
| 9 | Keyword + „im Test" | Snippet-Generatoren im Test | Erfahrungsberichte |
| 10 | Keyword + „Vergleich" | Title-Tools im Vergleich: 6 Werkzeuge | Kaufentscheidungen |
| 11 | Keyword + „Alternativen" | Screaming Frog: 5 Alternativen | Wechselabsicht |
| 12 | Keyword + Zielgruppe | Snippet-Optimierung für Onlineshops | Branchenseiten |
| 13 | Keyword + Ort | SEO-Beratung in Nürnberg | lokale Suche |
| 14 | Keyword + „Checkliste" | Snippet-Check: Checkliste mit 12 Punkten | Praxisbeiträge |
| 15 | Keyword + „Vorlage" oder „Muster" | Meta Description: 15 Vorlagen zum Kopieren | Downloads |
| 16 | Keyword + Fehler | 7 Fehler bei Title-Tags | Problembewusstsein wecken |
| 17 | Keyword + „einfach erklärt" | Pixelbreite einfach erklärt | Einsteigerthemen |
| 18 | Keyword + Zeitversprechen | Snippets prüfen in 10 Minuten | Aufwandsscheue Leser |
| 19 | Keyword + Ergebnis | Title kürzen, Klickrate messen | Fortgeschrittene |
| 20 | Keyword + Marke am Ende, mit Bindestrich | SERP-Snippet-Generator – Stephan Zabel | Markenaufbau, wenn Platz bleibt |
Ein Wort zur Marke am Ende des Titels. Sie kostet je nach Firmenname 60 bis 150 Pixel, also einen erheblichen Teil des Budgets. Bei bekannten Marken kann sich das über die Wiedererkennung auszahlen, bei unbekannten selten. Meine Einschätzung: Auf Ratgeberseiten weglassen, auf Startseite, Leistungsseiten und Kontaktseite behalten.
Die Meta Description als Klickhebel
Google verwendet die Meta Description laut eigener Dokumentation nur „manchmal" – nämlich dann, wenn sie die Seite genauer beschreibt als ein Ausschnitt aus dem Seitentext. Wie oft das misslingt, hat Ahrefs an 192.656 Seiten gemessen: In 62,78 Prozent der Fälle erzeugte Google einen eigenen Text. Bei Long-Tail-Suchanfragen lag der Wert mit 65,62 Prozent höher als bei kurzen, generischen Anfragen mit 59,65 Prozent. Bemerkenswert ist auch, dass rund ein Viertel der top-rankenden Seiten überhaupt keine Meta Description hinterlegt hatte.
Interessant ist ein Nicht-Befund derselben Auswertung: Zu lange Beschreibungen wurden in 61,46 Prozent umgeschrieben, Beschreibungen innerhalb der Grenze in 63,69 Prozent. Die Länge ist also offenbar nicht der Grund für das Umschreiben. Wer eine Description schreibt, um sie zu retten, optimiert das Falsche – Relevanz zur Suchanfrage schlägt Länge.
Trotzdem lohnt sich der Aufwand, aus zwei Gründen. Erstens bleibt in gut einem Drittel der Fälle genau Ihr Text stehen, und das ist der einzige Text im Suchergebnis, den Sie vollständig selbst formulieren dürfen. Zweitens dient die Description vielen Diensten als Vorschautext, wenn kein Open-Graph-Tag hinterlegt ist. Eine belastbare Zahl, um wie viel Prozent eine bessere Description die Klickrate steigert, habe ich nicht gefunden – wer Ihnen eine nennt, sollte die Quelle mitliefern.
Wie viel an der Klickrate überhaupt hängt, zeigt die Größenordnung: SISTRIX misst für Position 1 im Mittel 28,5 Prozent Klickrate, für Position 2 noch 15,7 Prozent, für Position 3 11,0 Prozent und für Position 10 nur 2,5 Prozent. Diese Zahlen stammen aus einer Auswertung von 80 Millionen Keywords, veröffentlicht im Juli 2020 und zuletzt im August 2023 aktualisiert, und sie beziehen sich ausschließlich auf mobile Suchen. Die Autoren betonen selbst, wie wenig der Durchschnitt taugt: Je nach Aufbau der Ergebnisseite reicht die Klickrate auf Position 1 von 13,7 Prozent bei Shopping-Ergebnissen bis 46,9 Prozent bei Sitelinks.
Was AI Overviews daran ändern
Seit KI-Antworten über den Suchergebnissen stehen, verschiebt sich die Rechnung. SISTRIX hat dafür über 100 Millionen deutsche Keywords ausgewertet und im Februar 2026 veröffentlicht: Auf Position 1 fällt die Klickrate von 27 Prozent ohne AI Overview auf 11 Prozent mit AI Overview. Über alle Suchanfragen hinweg entspricht das rund 265 Millionen verlorenen Klicks im Monat, im Schnitt 6,6 Prozent aller organischen Klicks, je nach Branche zwischen 1 und 24 Prozent.
International zeigen zwei weitere Erhebungen in dieselbe Richtung. Ahrefs verglich 300.000 Keywords zwischen März 2024 und März 2025 und kam auf eine um 34,5 Prozent niedrigere Klickrate für die Top-Position, wenn ein AI Overview erscheint. Das Pew Research Center wertete 68.879 Google-Suchen von 900 US-Erwachsenen aus: Mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer in 8 Prozent der Besuche auf ein klassisches Suchergebnis, ohne KI-Zusammenfassung in 15 Prozent.
Meine Einschätzung daraus: Das Snippet wird nicht unwichtiger, sondern wichtiger. Wenn weniger Menschen überhaupt klicken, muss das eine Ergebnis, das sichtbar bleibt, seine Aufgabe besser erfüllen. Gleichzeitig verschiebt sich ein Teil der Arbeit auf die Frage, ob und wie Ihre Inhalte in den KI-Antworten selbst auftauchen – dazu habe ich unter GEO-Optimierung ausführlicher geschrieben.
Typische Fehler
- Nach Zeichen optimieren statt nach Pixeln: Ein Redaktionssystem, das bei 60 Zeichen grün anzeigt, sagt nichts über die tatsächliche Breite. Der Unterschied zwischen 224 und 840 Pixeln bei gleicher Zeichenzahl ist der beste Beleg dafür.
- Nur den Desktop prüfen: Die SISTRIX-Klickratenstudie misst ausschließlich mobil, und Google kürzt laut eigener Aussage passend zur Gerätebreite. Prüfen Sie beide Ansichten, bevor Sie eine Seite freigeben.
- Marke und Textbaustein auf jeder Seite: Google nennt lange Titel, die sich nur in einer einzigen Angabe unterscheiden, ausdrücklich als schlecht. Genau so entstehen sie, wenn ein Plugin überall dieselbe Endung anhängt.
- Keyword doppelt im Title: Keyword-Stuffing ist einer der von Google genannten Gründe, den Titel neu zu bilden. Der Generator warnt, sobald ein Wort mit mehr als drei Buchstaben zweimal vorkommt.
- Title und h1 erzählen Unterschiedliches: Stimmen beide überein, bleiben Elemente in 97,3 Prozent der Fälle erhalten, sonst nur in 74,2 Prozent. Ein Widerspruch zwischen beiden ist eine Einladung an Google, selbst zu formulieren.
- Description ohne Bezug zur Suchanfrage: Google ersetzt sie, wenn ein Textausschnitt die Seite genauer beschreibt. Eine Description, die nur das Unternehmen lobt, wird zuverlässig ersetzt.
- Snippets einmal schreiben und nie wieder ansehen: Jahreszahlen veralten, Preise ändern sich, Google nennt veraltete Angaben selbst als Grund für ein Umschreiben. Ein Durchgang pro Jahr mit dem Sammelmodus oben dauert für 50 Seiten wenige Minuten.
Häufige Fragen
Wie lang darf ein Title 2026 sein?
Google nennt keine Grenze und schreibt ausdrücklich, dass es keine Längenbeschränkung für das title-Element gibt. Gekürzt wird nach Pixeln, nicht nach Zeichen. Screaming Frog rechnet mit 482 Pixeln auf dem Desktop und 550 Pixeln auf dem Smartphone, SISTRIX mit 580 und 920 Pixeln. Als Faustregel bleiben rund 54 bis 60 Zeichen sicher sichtbar.
Wie lang darf eine Meta Description sein?
Auch hier gibt Google keine feste Zahl vor, sondern schreibt, das Snippet werde gekürzt, um zur Gerätebreite zu passen. Screaming Frog misst 928 Pixel auf dem Desktop und 757 Pixel mobil, SISTRIX 990 und 1.300 Pixel. Rund 150 bis 160 Zeichen sind der übliche Richtwert für die Desktop-Ansicht.
Warum ändert Google meinen Title in den Suchergebnissen?
Google erzeugt den Suchergebnistitel automatisch aus mehreren Quellen: dem title-Element, der sichtbaren Hauptüberschrift, h1-Elementen, og:title und Ankertexten von Links. Erkennt Google ein Problem, baut es einen eigenen Titel. Genannt werden ungenaue oder veraltete Titel, wiederholter Textbaustein und Keyword-Stuffing.
Wie oft schreibt Google Titles um?
Die meistzitierte Zahl stammt von Zyppy SEO: In einer Auswertung von 80.959 URLs auf 2.370 Websites aus dem ersten Quartal 2022 wurden 61,6 Prozent der Titel mindestens teilweise verändert. Die Autoren halten den tatsächlichen Wert für noch höher, weil Titel je nach Suchanfrage und Gerät unterschiedlich ausfallen. Eine neuere, methodisch vergleichbare Erhebung ist mir nicht bekannt.
Lohnt sich eine Meta Description überhaupt noch?
Eine Ahrefs-Auswertung von 192.656 Seiten kam auf 62,78 Prozent umgeschriebene Meta Descriptions. In gut einem Drittel der Fälle wird also genau der Text angezeigt, den Sie geschrieben haben. Dazu kommt: Die Description ist der einzige Text im Suchergebnis, den Sie vollständig selbst formulieren können, und sie dient vielen Diensten als Vorschautext beim Teilen.
Was bedeutet Pixelbreite bei einem Snippet?
Google kürzt nach der tatsächlichen Breite des Textes, nicht nach der Zeichenzahl. Ein „i" ist deutlich schmaler als ein „M". 56 Zeichen aus lauter kleinen i ergeben in Arial 18 Pixel eine Breite von rund 224 Pixeln, 56 Zeichen aus lauter großen M dagegen rund 840 Pixel. Der eine Titel passt mühelos, der andere wird zur Hälfte abgeschnitten.
Kann ich Google zwingen, meinen Title anzuzeigen?
Nein. Die Erzeugung des Titellinks ist laut Google vollständig automatisiert. Sie können die Wahrscheinlichkeit aber erhöhen: kurzer, eindeutiger Titel, keine Wiederholungen, kein Textbaustein auf jeder Seite und dieselbe Kernaussage in title und h1. In der Zyppy-Auswertung blieben Elemente, die in beiden standen, zu 97,3 Prozent erhalten.
In ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode genannt werden
Wenn Ihre Kunden eine KI fragen, sollte Ihr Unternehmen in der Antwort stehen. Mit Generative Engine Optimization (GEO) mache ich Ihre Inhalte zitierfähig und messe die KI-Sichtbarkeit mit einem festen Prompt-Set.
Snippets sind der billigste Hebel im SEO – wenn sie stimmen. Ich gehe Ihre wichtigsten Seiten durch, messe Title und Description in Pixeln, schreibe die Snippets neu und lege eine Vorlage an, mit der Ihre Redaktion das künftig selbst macht. Mehr zu meiner Arbeitsweise finden Sie auf der Seite zur Suchmaschinenoptimierung.







