Google Analytics 4 wertet neun UTM-Parameter aus und verteilt Ihren Traffic auf 19 Standardkanalgruppen – aber nur drei Parameter sind Pflicht, und ein einziger falscher Wert in utm_medium schiebt eine ganze Kampagne in die Gruppe „Nicht zugewiesen". Der Generator oben baut Ihnen die fertige URL und sagt Ihnen vorher, in welcher Kanalgruppe der Klick landen wird. Darunter steht, was jeder Parameter bedeutet, welche Werte GA4 tatsächlich kennt und welche sieben Fehler mir in der Praxis am häufigsten begegnen.
Der UTM-Generator
Zwei Ansichten: eine einzelne URL, oder mehrere Kanäle auf einmal für denselben Versand. Der Generator prüft mit, ob Ihr Wert in utm_medium überhaupt zu einer Kanalgruppe führt.
Kostenloser UTM-Generator – ohne Anmeldung
UTM-Generator für GA4
Sie tragen Ziel-URL, Quelle, Medium und Kampagne ein, der Generator baut daraus die fertige Link-Adresse und sagt Ihnen, in welcher Standardkanalgruppe der Klick in GA4 landen wird. Alles läuft in Ihrem Browser, es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Die Seite, auf der die Leute landen sollen. Enthält die Adresse schon ein Fragezeichen, hängt der Generator die Parameter korrekt mit einem Und-Zeichen an.
Pflichtfeld. Für alle Kanäle derselben Aktion exakt derselbe Wert.
Empfohlen, wenn Sie später Kostendaten importieren wollen.
Beides ist Googles dokumentierte Empfehlung. GA4 unterscheidet Groß- und Kleinschreibung, sonst steht dieselbe Kampagne zweimal im Bericht.
Pflichtfeld. Der konkrete Absender oder die konkrete Plattform, nicht die Kanalart.
Pflichtfeld. Dieser Wert entscheidet über die Kanalgruppe im Bericht.
Unterscheidet zwei Links im selben Mailing oder zwei Motive derselben Anzeige.
Nur bei bezahlter Suche sinnvoll: das gebuchte Keyword.
Ihre fertige Kampagnen-URL
Die URL erscheint hier.
Aufbau: Ziel-URL + ? + utm_id + utm_source + utm_medium + utm_campaign + utm_content + utm_term, verbunden mit Und-Zeichen. Werte werden URL-kodiert.
Für einen Versand über mehrere Kanäle: eine Zeile je Kanal, Felder mit einem senkrechten Strich getrennt. Quelle | Medium | Inhalt. Ziel-URL, Kampagne und Kampagnen-ID von oben gelten für alle Zeilen.
Das dritte Feld darf leer bleiben. Zeilen ohne senkrechten Strich werden übersprungen.
Fertige URLs
Die Liste erscheint hier.
Was die Parameter bedeuten
Ein Beispiel, an dem sich alles zeigen lässt. Sie versenden einen Newsletter zur Herbstaktion, darin sind zwei Links auf dieselbe Landingpage: ein Knopf oben und ein Textlink unten. Die beiden Adressen unterscheiden sich in genau einem Parameter.
https://ihre-domain.de/angebot/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=herbstaktion-2026&utm_content=header-button
utm_source beantwortet die Frage: Wer hat den Link geschickt? Also der konkrete Absender oder die konkrete Plattform – newsletter, linkedin, google, qr-code. Googles Empfehlung dazu ist eindeutig: nur eine eindeutige utm_source je Plattform, und jeder Subplattform ein eigener Wert. Wer sowohl aus dem Kundennewsletter als auch aus dem Händlernewsletter verlinkt, braucht zwei Quellen, nicht eine.
utm_medium beantwortet die Frage: Um welche Art von Kanal handelt es sich? Das ist der wichtigste Parameter überhaupt, denn allein er entscheidet in den meisten Fällen darüber, in welcher Kanalgruppe die Sitzung im Bericht auftaucht. Auch hier gilt: nur ein eindeutiges utm_medium je Kanal.
utm_campaign ist der Name der Aktion. Er muss über alle Kanäle hinweg exakt identisch sein, sonst zerfällt eine Kampagne im Bericht in mehrere. Google formuliert es so: nur ein eindeutiger Name, der mit dem tatsächlichen Kampagnennamen übereinstimmt.
utm_content unterscheidet zwei Links oder zwei Motive innerhalb derselben Kampagne – der Knopf oben gegen den Textlink unten, Motiv A gegen Motiv B. utm_term nimmt das gebuchte Keyword auf und ist praktisch nur bei bezahlter Suche relevant. utm_id ist die Kennung der Kampagne; Google stuft sie als optional, aber sehr empfehlenswert ein, wenn Sie später Kostendaten importieren wollen.
Drei weitere Parameter kennt GA4 zusätzlich, sie spielen im Mittelstand aber selten eine Rolle: utm_source_platform für die ausliefernde Plattform, utm_creative_format für die Art des Werbemittels und utm_marketing_tactic für das Targeting-Kriterium.
| Parameter | Status | Was hineingehört | Beispielwert |
|---|---|---|---|
utm_source | Pflicht | Der konkrete Absender oder die konkrete Plattform | newsletter, linkedin, google, qr-code |
utm_medium | Pflicht | Die Art des Kanals – dieser Wert steuert die Kanalgruppe | email, cpc, social, referral, display |
utm_campaign | Pflicht | Name der Aktion, für alle Kanäle identisch | herbstaktion-2026 |
utm_id | optional, für Kostendatenimport empfohlen | Eindeutige Kennung der Kampagne | ha26-01 |
utm_content | optional | Unterscheidet zwei Links oder zwei Motive innerhalb derselben Kampagne | header-button, textlink-unten |
utm_term | optional | Das gebuchte Keyword bei bezahlter Suche | utm+generator |
utm_source_platform | optional | Die Plattform, die den Traffic ausliefert | search-ads-360 |
utm_creative_format | optional | Art des Werbemittels | display, native, video, search |
utm_marketing_tactic | optional | Das Targeting-Kriterium | remarketing, prospecting |
Der Satz, den man in der Dokumentation leicht überliest
Google schreibt: Wenn Sie einen UTM-Parameter festlegen, sollten Sie unbedingt auch alle anderen relevanten UTM-Parameter festlegen. Der Hintergrund ist eine technische Regel. Kann eine gclid nicht verwendet werden und ist mindestens ein UTM-Parameter in der URL vorhanden, leitet Analytics alle Werte für die Zugriffsquelle ausschließlich aus den UTM-Parametern ab. Fehlt dann einer, steht dort (not set) – nicht der Wert, den Sie erwartet hätten.
Die Zuordnung zu den GA4-Kanalgruppen
Das ist der Teil, an dem die meisten scheitern. GA4 sortiert jede Sitzung in genau eine von 19 Standardkanalgruppen, plus den Auffangwert „Nicht zugewiesen". Die Regeln dafür sind dokumentiert und feststehend – Sie können sie nicht verhandeln, sondern nur bedienen. Ein falsches utm_medium heißt: falscher Kanal im Bericht.
| Wert in utm_medium | Standardkanalgruppe in GA4 | Bedingung laut Dokumentation |
|---|---|---|
email, e-mail, e_mail, e mail | Quelle oder Medium passt auf diese Schreibweisen | |
cpc, ppc, paid…, retargeting, alles mit „cp" | Bezahlte Suche / Soziale Netzwerke (bezahlt) / Video (bezahlt) / Sonstiges (bezahlt) | Medium passt auf ^(.*cp.*|ppc|retargeting|paid.*)$; welche der vier Gruppen es wird, entscheidet die Quelle |
social, social-network, social-media, sm | Soziale Netzwerke (organisch) | Medium ist einer dieser Werte oder die Quelle steht auf Googles Social-Liste |
display, banner, expandable, interstitial, cpm | Display | Medium ist einer dieser Werte |
referral, app, link | Verweis | Medium ist einer dieser Werte |
affiliate | Affiliates | Medium stimmt genau überein |
organic | Organische Suche | Medium stimmt genau überein oder die Quelle steht auf Googles Suchmaschinenliste |
alles mit „video" | Video (organisch) | Medium passt auf ^(.*video.*)$oder die Quelle steht auf Googles Videoliste |
sms | SMS | Quelle oder Medium stimmt genau überein |
audio | Audio | Medium stimmt genau überein |
ai-assistant | KI-Assistenten | Medium stimmt genau überein |
endet auf „push", enthält „mobile" oder „notification" | Mobile Push-Benachrichtigungen | Medium erfüllt eine dieser Bedingungen oder die Quelle ist firebase |
organic_social, qr, print, newsletter, offline, sonstige eigene Erfindungen | Nicht zugewiesen | Keine dokumentierte Regel trifft zu |
Drei Dinge daran sind erklärungsbedürftig. Erstens entscheidet bei bezahlten Kanälen nicht das Medium allein. utm_medium=cpc führt nur dann zu „Bezahlte Suche", wenn die Quelle auf Googles Liste der Suchmaschinen steht. Steht sie auf der Social-Liste, wird daraus „Soziale Netzwerke (bezahlt)"; steht sie auf keiner Liste, landet der Klick in „Sonstiges (bezahlt)". Diese Quelllisten pflegt Google selbst und stellt sie als Tabelle zum Herunterladen bereit – die vollständigen Einträge stehen nicht im Hilfetext.
Zweitens werden die Regeln in einer festen Reihenfolge geprüft: erst die bezahlten Kanäle, dann die organischen, dann Verweis, dann E-Mail und die übrigen. Nach meiner Lesart der Dokumentationstabelle hat das eine unangenehme Nebenwirkung, die viele überrascht: utm_source=linkedin in Kombination mit utm_medium=email landet in „Soziale Netzwerke (organisch)", nicht in „E-Mail", weil die Quelle bereits auf der Social-Liste steht. Das ist eine Einschätzung aus der Reihenfolge der Tabelle, keine wörtliche Aussage von Google – prüfen Sie es im Zweifel in Ihrem eigenen Konto nach.
Drittens, und das ist der häufigste Einzelfehler: organic_social steht in keiner Regel. Der Wert klingt richtig, weil die Kanalgruppe „Soziale Netzwerke (organisch)" heißt. Dokumentiert sind aber social, social-network, social-media und sm. Wer organic_social schreibt, findet seinen gesamten Social-Traffic unter „Nicht zugewiesen" wieder. Dasselbe gilt für qr, print und newsletter als Medium.
Was tun bei QR-Codes und Printanzeigen?
GA4 hat für Offline-Kanäle keine eigene Kanalgruppe. Meine Empfehlung: Nutzen Sie die Kanalart, die inhaltlich am nächsten liegt, und packen Sie das Offline-Detail in die Quelle. Aus utm_source=flyer&utm_medium=qr wird also utm_source=qr-flyer-messe&utm_medium=referral. Dann steht der Traffic unter „Verweis" statt unter „Nicht zugewiesen", und Sie können in der Quelle immer noch nach qr filtern. Alternativ legen Sie eine eigene, benutzerdefinierte Kanalgruppe an – dann bleibt qr als Medium erhalten und bekommt einen eigenen Bericht.
Namenskonventionen, die im Team funktionieren
Eine Namenskonvention ist keine Fleißaufgabe, sondern die einzige Absicherung gegen doppelte Zeilen im Bericht. Google formuliert die Anforderung als „strikte Namenskonvention unter Beachtung von Groß- und Kleinschreibung" und empfiehlt Kleinbuchstaben als Standard. In der englischen Fassung steht der Satz, der es auf den Punkt bringt: SpringSale und Spring_Sale gelten als zwei verschiedene Kampagnen.
Meine konkrete Empfehlung für ein KMU-Team, die sich in der Praxis bewährt hat und ohne Schulung funktioniert:
- Alles klein. Ausnahmslos. Keine Umlaute, kein ß –
herbstaktion, nichtHerbstaktion, undfuerstattfür. - Bindestrich als einziges Trennzeichen. Nicht mal Unterstrich, nicht mal Leerzeichen. Ein Zeichen, über das niemand nachdenken muss.
- utm_campaign nach dem Schema thema-jahr, bei mehreren Wellen
thema-jahr-welle2. Alsoherbstaktion-2026. Das Jahr verhindert, dass die Kampagne von 2027 mit der von 2026 verschmilzt. - utm_medium nur aus einer festen Liste. Fünf bis sieben Werte reichen den meisten Unternehmen: email, social, cpc, display, referral, affiliate. Diese Liste steht in einem Dokument, und wer einen neuen Wert braucht, fragt vorher.
- utm_source ist der Name der Plattform, so wie man sie ausspricht: linkedin, instagram, xing, newsletter, google. Keine Kürzel, keine internen Codes.
- Ein zentraler Ort für die fertigen Links. Eine Tabelle mit Datum, Kampagne, Kanal, fertiger URL und Verantwortlichem. Wer den Link braucht, kopiert ihn dort heraus, statt ihn neu zu bauen.
| Feld | Schlecht | Gut | Warum |
|---|---|---|---|
utm_source | Newsletter, LinkedIn Post, Google Ads | newsletter, linkedin, google | Kleinbuchstaben, keine Leerzeichen, ein Wort je Plattform |
utm_medium | Newsletter, organic_social, Social Media | email, social, cpc | Nur Werte, für die GA4 eine dokumentierte Regel hat |
utm_campaign | Herbstaktion, herbst-aktion, Herbstaktion 2026 | herbstaktion-2026 | Ein Schema für alle: Thema plus Jahr, immer klein, immer mit Bindestrich |
utm_content | Button, button1, Bild oben | header-button, textlink-unten | Beschreibt die Position oder das Motiv, nicht die Farbe |
utm_term | UTM Generator | utm-generator | Ein festes Format, damit sich Keywords später gruppieren lassen |
utm_id | — | ha26-01 | Kurz, eindeutig, wiederverwendbar für den Kostendatenimport |
Wenn Sie in Ihrem Konto bereits Wildwuchs haben: Die Vergangenheit lässt sich in GA4 nicht rückwirkend korrigieren. Sie können aber ab sofort sauber tracken und die alten Werte in benutzerdefinierten Kanalgruppen zusammenfassen, damit die Berichte wieder lesbar werden.
Die sieben häufigsten Fehler
- Groß- und Kleinschreibung gemischt: „Newsletter" im Januar, „newsletter" im Februar. GA4 unterscheidet die Werte, und Ihre Kampagne steht doppelt im Bericht. Der Schalter „Alles klein schreiben" im Generator oben ist deshalb standardmäßig an.
- Leerzeichen in den Werten: „Herbstaktion 2026" wird zu
Herbstaktion%20 2026. In E-Mail-Programmen und Messengern brechen solche Links gern um und funktionieren dann nicht mehr. Bindestriche lösen das. - UTM-Parameter auf internen Links: Wer einen Link von der eigenen Startseite zur eigenen Produktseite mit UTM-Parametern versieht, überschreibt die tatsächliche Herkunft des Besuchers. Belegt ist: Jede Sitzung wird nur einer Kampagne oder Besucherquelle zugeordnet. Meine Einschätzung daraus: Interne Links bekommen niemals UTM-Parameter. Wollen Sie interne Klicks messen, nehmen Sie ein eigenes Ereignis.
- UTM-Parameter bei Google Ads trotz automatischer Tag-Kennzeichnung: Google empfiehlt ausdrücklich das automatische Tagging über die gclid und nennt dafür konkrete Gründe – Import von Schlüsselereignissen, Anzeigengruppen- und Keyword-Dimensionen, weniger Tippfehler. Setzen Sie beides gleichzeitig ein, gewinnen für Quelle, Medium und die übrigen Zuordnungsdimensionen die Werte des automatischen Taggings, und Google warnt vor Abweichungen zwischen den Daten. Für die Budgetplanung ist ohnehin die Ads-Seite entscheidend; was ein Klick dort tatsächlich kostet, habe ich unter Google Ads Kosten aufgeschrieben.
- Fehlende Kampagnen-ID: Ohne utm_id lassen sich externe Kostendaten schwerer sauber zuordnen. Google stuft den Parameter als optional, aber sehr empfehlenswert ein. Wer Meta-, LinkedIn- oder Newsletter-Kosten in GA4 sehen will, vergibt von Anfang an IDs.
- UTM-Parameter in E-Mail-Signaturen: Eine Signatur läuft über Monate, über alle Empfänger und alle Anlässe. Sie erzeugt damit eine Dauerkampagne, die jede echte Kampagne überlagert, sobald jemand zufällig darauf klickt. Wenn Sie Signaturen messen wollen, dann mit einer eigenen, klar benannten Quelle und ohne Kampagnenname einer laufenden Aktion.
- Vergessene Weiterleitungen: Zeigt der Link auf eine Adresse, die per Weiterleitung auf die eigentliche Seite springt, gehen die Parameter verloren, wenn die Weiterleitung sie nicht mitnimmt. Das passiert typischerweise bei Kurz-URLs, bei der Umleitung von http auf https und bei Umleitungen mit und ohne Schrägstrich am Ende. Testen Sie jeden fertigen Link einmal im Browser und schauen Sie, ob die Parameter in der Adresszeile noch stehen.
Wo Sie die Daten in GA4 wiederfinden
Der kürzeste Weg, Schritt für Schritt:
- In GA4 links auf Berichte, dann Akquisition, dann Zugriffsgewinnung. Dieser Bericht zeigt die Quelle der jeweiligen Sitzung. Der Bericht „Nutzergewinnung" daneben zeigt stattdessen die allererste Quelle eines Nutzers – für die Bewertung einer laufenden Kampagne ist fast immer die Zugriffsgewinnung die richtige Wahl.
- Oben links in der Tabelle steht die Dimension Sitzung – Standardkanalgruppe. Hier prüfen Sie zuerst, ob Ihre Kampagne in der erwarteten Gruppe gelandet ist. Taucht plötzlich „Nicht zugewiesen" auf, stimmt Ihr utm_medium nicht.
- Dieselbe Dimension auf Sitzung – Quelle/Medium umstellen. Jetzt sehen Sie Werte wie
newsletter / email. Über das Pluszeichen daneben lässt sich Sitzung – Kampagne als zweite Dimension ergänzen. - Für utm_content und utm_term reicht der Standardbericht nicht. Legen Sie unter Werbung beziehungsweise Explorationen eine freie Form an und ziehen Sie die Dimensionen Manueller Anzeigeninhalt und Manueller Begriff in die Zeilen.
- Geduld beim ersten Test: Kampagnendaten erscheinen in den Standardberichten nicht in Echtzeit. Für den Soforttest nehmen Sie den Bericht Echtzeit und schauen dort nach Quelle und Medium.
| Parameter in der URL | Dimension in GA4 |
|---|---|
utm_source | Sitzung – Quelle (manuell) |
utm_medium | Sitzung – Medium (manuell) |
utm_campaign | Sitzung – Kampagnenname (manuell) |
utm_id | Sitzung – Kampagnen-ID (manuell) |
utm_content | Manueller Anzeigeninhalt |
utm_term | Manueller Begriff |
Ein Detail, das viel Ärger spart: Das Sitzungszeitlimit liegt standardmäßig bei 30 Minuten Inaktivität. Wer seinen eigenen Link testet, mehrfach hin- und herklickt und dann wieder auf den Kampagnenlink geht, misst unter Umständen alles in derselben Sitzung. Für einen sauberen Test also: neues privates Fenster, Link aufrufen, Ergebnis prüfen.
Serverseitiges Tracking und Consent
Zwei Entwicklungen berühren das Thema, ohne es umzuwerfen. Die erste ist serverseitiges Tracking: Die Messdaten laufen nicht mehr direkt vom Browser zu Google, sondern über einen eigenen Server. An den UTM-Parametern ändert das nichts – sie stehen weiterhin in der URL und werden über den Dokumentspeicherort an Analytics übergeben. Was sich ändert, ist die Kontrolle darüber, welche Daten weitergereicht werden. Wer serverseitig misst, sollte trotzdem prüfen, ob die Kampagnenparameter am Server tatsächlich ankommen.
Die zweite ist die Einwilligung. Ohne Zustimmung zu Analyse-Cookies wird die Sitzung nicht regulär gemessen, und dann nützt auch der sauberste UTM-Link nichts. Meine Einschätzung dazu: Die Qualität Ihrer Kampagnendaten hängt inzwischen mindestens so stark an der Zustimmungsrate wie an der Namenskonvention. Wer Kampagnen bewerten will, sollte deshalb beides im Blick behalten – und die Zahlen immer als Stichprobe lesen, nicht als Vollerhebung.
Unabhängig davon bleibt die Grundregel: Ein Link ohne Parameter erzeugt keine Daten, die man später nachträglich reparieren könnte. Der Aufwand, den Sie vor dem Versand investieren, ist der einzige, der überhaupt wirkt.
Häufige Fragen
Was sind UTM-Parameter einfach erklärt?
UTM-Parameter sind Zusätze am Ende einer Link-Adresse, die einem Analyseprogramm verraten, woher ein Besucher kommt. Google Analytics 4 wertet neun dieser Parameter aus. Drei davon müssen laut Dokumentation immer gesetzt sein: utm_source für die Quelle, utm_medium für die Kanalart und utm_campaign für den Namen der Aktion.
Welche UTM-Parameter sind Pflicht?
Google nennt utm_source, utm_medium und utm_campaign als Parameter, die immer angegeben werden müssen. Alle übrigen sind optional. Die Dokumentation ergänzt aber: Wer einen UTM-Parameter setzt, sollte auch alle anderen relevanten setzen, sonst erscheint in den Berichten der Wert (not set).
Warum landet mein Traffic in GA4 unter „Nicht zugewiesen"?
Weil der Wert in utm_medium auf keine der dokumentierten Kanalregeln passt. Häufige Auslöser sind organic_social, newsletter, qr oder print als Medium. GA4 kennt für diese Werte keine Regel und ordnet den Klick der Gruppe Nicht zugewiesen zu. Nehmen Sie stattdessen social, email, cpc, referral oder display.
Spielt Groß- und Kleinschreibung bei UTM-Parametern eine Rolle?
Ja. Google schreibt ausdrücklich, dass bei Parameterwerten die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt wird. utm_source=Google und utm_source=google sind zwei verschiedene Quellen und erzeugen zwei Zeilen im Bericht. Deshalb empfiehlt Google Kleinbuchstaben als Standard und eine strikte Namenskonvention.
Soll ich bei Google Ads UTM-Parameter verwenden?
In der Regel nicht. Google empfiehlt ausdrücklich das automatische Tagging über die gclid. Setzen Sie beides gleichzeitig ein, werden für Quelle, Medium und die übrigen Zuordnungsdimensionen die Werte des automatischen Taggings verwendet, und es können Abweichungen zwischen den Daten auftreten. Manuelles Tagging ist für Sonderfälle gedacht.
Wo finde ich UTM-Daten in Google Analytics 4?
Unter Berichte, Akquisition, Zugriffsgewinnung. Dort stellen Sie die Dimension von Standardkanalgruppe auf Sitzung – Quelle/Medium oder Sitzung – Kampagne um. utm_content und utm_term erscheinen als Manueller Anzeigeninhalt und Manueller Begriff und lassen sich in einer freien Exploration auswerten.
Wofür brauche ich utm_id?
Für den Import von Kostendaten. Google stuft utm_id als optional, aber sehr empfehlenswert ein. Zusammengeführt werden die Daten zwar über utm_source, utm_medium und das Datum, aber eine eindeutige Kampagnen-ID sorgt dafür, dass die Kampagne der Sitzung sauber zugeordnet wird und sich Analytics-Daten mit einer externen Kostenquelle verbinden lassen.
Kampagnen messen, statt sie zu erahnen. Ich richte Ihnen Kampagnen-Tracking und Reporting so ein, dass jeder Newsletter, jeder Post und jede Anzeige in GA4 in der richtigen Kanalgruppe landet – inklusive Namenskonvention für Ihr Team, sauberer Kanalzuordnung und einem Bericht, den Sie ohne Rückfragen lesen können.






